LMU-Tag der Allgemeinmedizin 2020: Kollegen treffen Kollegen

organisiert durch das Institut für Allgemeinmedizin des LMU Klinikum München, Direktor Prof. Dr. Jochen Gensichen

LMU Klinikum München, Campus Großhadern, Hörsaaltrakt

Beginn: Samstag, 03.10.2020 um 08:45

Ende: Samstag, 03.10.2020 um 17:00

  • 2. LMU-Tag der Allgemeinmedizin

    Kollegen treffen Kollegen

    Wir laden herzlich zum 2. LMU-Tag der Allgemeinmedizin in München ein!

    Endlich heißt es wieder „Kollegen treffen Kollegen“! Unter diesem Motto wollen wir uns, zur Gewährleistung ausreichender Abstände, dieses Jahr auf dem Campus des Klinikums Großhadern treffen.

    Von Hausärzten – für Hausärzte ist unsere Fortbildungsveranstaltung industrieunabhängig und auf den direkten Nutzen in Ihrem Praxisalltag ausgerichtet. Es erwartet Sie ein breites Angebot an interaktiven Seminaren in kleinen Gruppen. Unter der Leitung erfahrener Referenten, richtet sich das vielfältige Programm an Fachärzte, Ärzte in Weiterbildung, Studierende und Medizinische Fachangestellte.

    Ihr gesamtes Praxisteam ist herzlich eingeladen! Eine genaue Beschreibung der Seminare und Referenten finden Sie unten. Bei Fragen gibt Ihnen Frau Ann Rüchardt gerne Auskunft, Telefon: 089 4400-54972, E-Mail: Ann.ruechardt@med.uni-muenchen.de.

    Wir freuen uns, Sie im weiträumig gestalteten Hörsaaltrakt des LMU-Klinikum Campus Großhadern willkommen zu heißen!

    Prof. Dr. Jochen Gensichen, Prof. Dr. Tobias Dreischulte, Dr. Paul Delker und das TdA-Team

  • Programm

    Zeit

    Seminar 1

    Seminar 2

    Seminar 3

    Seminar 4

    Seminar 5 (Team)

    Seminar 6 (MFA)

    08:45-09:10 Uhr

    Anreise & Anmeldung

    09:10-09:25 Uhr

    Eröffnung (Hr. Prof. Dr. Gensichen)

     

     

    09:30-11:00 Uhr Vormittags-Workshops I

    A1 - Rationale Bildgebung
     (Hr. Dr. Müllauer)

    B1 – ADHS im Erwachsenenalter
    (Fr. Ballmann)

    C1-  Immunonkologie - was sollte ein Allgemeinarzt / Allgemeinärztin wissen (Hr. Prof. Dr. Theurich)

    D1 - AG Werkzeugkasten Modul 4 Teil 1
    (Fr. Dr. Amthor + Fr. Dr. Krell)

    T1- Forensische Aspekte in der Praxis
    (Fr. PD Dr. Kraus)

    MFA1 Chronische Wunden
    (Fr. Kronfeldner)

    11:00-11:15 Uhr

    Kaffeepause

    11:15-12:45 Uhr Vormittags-Workshops II

    A2- Asthma  Schulung - Eine Fortbildung im Rahmen des BayFoNet (Hr. Prof. Dr. Schneider + Fr. Dr. Sanftenberg)

    B2 - Beratungsanlass Schulterschmerz und Hüftschmerz (Fr. Dr. Frangoulis)

    C2 - Sepsis erkennen (Hr. Dr. Poetzsch)

    D2 - AG Werkzeugkasten Modul 4 Teil 2
    (Fr. Dr. Amthor + Fr. Dr. Krell)

    T2 -  Digitalisierung der Hausarztpraxis
    (Hr. Dr. Wallraff)

    MFA2 EKG für MFAs (Fr. Gerlach)

    12:45-13:30 Uhr

    Mittagspause

    13:30-14:30 Uhr

    Hufeland Lecture: „Frau Doktor, warum ich?“ Überlegungen zu klinischer Kausalität (Hr. Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff)

     

     

    14:40-16:10 Uhr Nachmittags-Workshops

    A3 - Shared Decision Making
    (Fr. Dr. Frangoulis + Fr. Kühne)

    B3 - Mentorenseminar (Fr. Schlüssel)

    C3 - Palliativ-medizinische Notfälle
    (Fr. Dr. Levin)

    D3 - Multimedikation
    (Hr. Prof. Dr. Dreischulte)

    T3 -  Cannabis Indikation und Verordnung
    (Fr. Dr. Friemel)

    MFA3 Notfalltraining (Fr. Hartmann + Fr. Schumacher)

    ab 16:10 Uhr

    Bier & Brezn inkl. Mentor-Mentee Get-Together

  • Seminarbeschreibung

    Hufeland-Lecture 2020: „Frau Doktor, warum ich?“ Überlegungen zu klinischer Kausalität

    Im Rahmen des LMU-Tages der Allgemeinmedizin hält Professor Norbert-Donner-Banzhoff die „Hufeland-Lecture“: Dieser Preis wird jährlich von der Stiftung Allgemeinmedizin verliehen.

    Für Kausalaussagen über Gruppen gibt es allgemein anerkannte Instrumente. Eine wissenschaftlich fundierte ärztliche Antwort auf die Frage der einzelnen Patientin stößt jedoch auf große Schwierigkeiten. Es besteht dabei nicht nur die Gefahr, ein falsches Bild zu geben, sondern auch persönlich zu kränken und langfristig zu schaden. Norbert Donner-Banzhoff beleuchtet in seinem Vortrag, wie Hausärzte ihre Patienten hier feinfühlig beraten und behandeln können. 

    Der Professor für Allgemeinmedizin an der Universität Marburg wurde mit seinem Kollegen-Team für das Kursprogramm „Klug entscheiden – Sicher behandeln“ für Medizinstudierende mit dem Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre 2019 ausgezeichnet: Einer der renommiertesten Lehrpreise für herausragende und innovative Lehrleistungen. Darüber hinaus ist Norbert Donner-Banzhoff insbesondere in der Allgemeinmedizin als erfolgreicher Buchautor bekannt.

    A1 Rationale Bildgebung

    Unsere Versorgungslandschaft fördert irrationales Handeln. Das gilt insbesondere auch für ausufernde bildgebende Diagnostik. Fordernde Erwartungshaltung der Patienten, Uneinigkeit zwischen Ärzten, Sicherheitsbedürfnis und falsche wirtschaftliche Anreize haben negative Folgen für Kostenträger und Patienten (Ängste, Verunsicherung, Somatisierung).

    Instrumente wie „choosing wisely“ helfen im „shared decision making“ rational zu entscheiden.

    Ich freue mich auf kontroverse Diskussionen anhand Fallbeispielen aus dem Praxisalltag.

    Herr Dr. Bernhard Müllauer, Jahrgang 1970, seit 2008 niedergelassener Hausarzt in Gemeinschaftspraxis in Gräfelfing im westlichen Münchner Umland, Lehrpraxis der LMU München, zwei Weiterbildungsstellen für angehende Hausärzte, PJ-Praxis. QM Arbeit im "Netz Münchner Ärzte". Meine inhaltlichen Schwerpunkte sind sonografische Diagnostik, Manuelle Medizin, Polypharmakotherapie-Bekämpfung in der geriatrischen Versorgung sowie sparsamer und rationaler Einsatz von Labor- und bildgebender Diagnostik.

    A2 Asthma Schulung im Rahmen des BayFoNet

    In dem interaktiven Workshop werden aktuelle Neuerungen der NVL Asthma zur Diagnostik und Therapie besprochen. Wichtige Aspekte zum Asthma-Selbstmanagement werden besprochen. Falls Zeit bleibt, werden praktische Übungen zur Spirometrie durchgeführt.

    Prof. Dr. Antonius Schneider ist im Autorenboard der NVL Asthma und COPD, Sachverständiger im G-BA für das DMP Asthma und COPD, zahlreiche Forschungsprojekte zum Thema.

    Dr. rer nat. Linda Sanftenberg ist seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeinmedizin der LMU mit den Schwerpunkten Prävention, Gesundheitsförderung, Reise- und Impfmedizin.

    A3 Shared Decision Making

    Shared Decision Making? Warum? Seit wann gibt es das? Macht es in der hausärztlichen Praxis Sinn?

    In diesem interaktiven Seminar soll anhand von Beispielen (Antibiotikaeinsatz bei akuten Atemwegsinfekten, Medikamentengabe bei Osteoporose, Patientenverfügung und Pflege und Antikoagulation bei Vorhofflimmern) diskutiert werden, wie Shared Decision Making in der hausärztlichen Praxis umsetzbar ist.

    Frau Dr. med Anna-Maria Frangoulis ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, mit der Zusatzbezeichnung Chirotherapie und medical doctor of osteopathie (DGCO). Für sie ist „Shared Decision Making“ fester Bestandteil der tagtäglichen Praxisarbeit.

    Frau Flora Kühne ist Ärztin in Weiterbildung im Weiterbildungsprogramm „Hausarzt 360°“ und beschäftigt sich im Rahmen ihrer Forschungszeit mit Shared Decision Making, insbesondere bei Impfenentscheidungen.

    B1 ADHS im Erwachsenenalter: In der Hausarztpraxis richtig erkennen und versorgen

    ADHS gibt es auch im Erwachsenenalter. Studien haben gezeigt, dass die betroffenen Patient/innen häufig rein hausärztlich betreut werden. Wie wir sie erkennen und welche Rolle der/die Hausärzt/in bei der Behandlung spielt, möchten wir in diesem Seminar interaktiv mit Ihnen erörtern.

    Referentinnen: Cora Ballmann

    Cora Ballmann ist Ärztin in Weiterbildung am Institut für Allgemeinmedizin der LMU München mit Weiterbildungsrotationen in Psychiatrie und Chirurgie. In ihrer aktuellen klinischen Forschungsarbeit beschäftigt sie sich mit der Evaluation eines Screeningtools für erwachsene AHDS-Patient/innen in der Hausarztpraxis, sowie mit einer hausärztlichen Kurzintervention für erwachsene AHDS-Patient/innen, welche wir gemeinsam mit ADHS-Expert/innen der Uniklinik Bonn entwickelt haben. 
     

    B2 Beratungsanlass Schulterschmerz und Hüftschmerz

    Schmerzen im Bereich der großen Gelenke sind ein relativ häufiger Beratungsanlass in der allgemeinärztlichen Praxis. In diesem Seminar sollen Ursachen, Anamnese, Untersuchungsgänge und Diagnostik anhand von Fällen erarbeitet werden.

    Frau Dr. med Anna-Maria Frangoulis ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, mit der Zusatzbezeichnung Chirotherapie und medical doctor of osteopathie (DGCO)

    B3 Mentorenseminar

    Werden Sie MentorIN

    Wir wollen die Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung inspirieren, motivieren und stärken.

    Als Teil des Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin bieten wir im Rahmen eines Pilotprojekts ein Mentoringmodul für Ärzte in Weiterbildung an und suchen dafür niedergelassene KollegenInnen, die MentorIn werden wollen.

    Unsere Mentorenschulung beinhaltet die Themen „Verantwortung übernehmen“ (Umgang mit schwierigen ärztlichen Situationen) und „Feedback geben“. Direkt im Anschluss findet ein Mentor-Mentee-Get-together statt um direkt einen ersten Austausch zu ermöglichen.

    Sabine Schlüssel ist Ärztin in Weiterbildung am Institut für Allgemeinmedizin der LMU und Ansprechpartnerin des Mentorings des Kompetenzzentrums Weiterbildung Allgemeinmedizin Bayern (KWAB). Die Angebote des KWAB zielen auf die inhaltliche Qualität der Weiterbildung Allgemeinmedizin und ergänzen die bereits bestehenden Maßnahmen der Kooperationspartner zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung in Bayern. Die Angebote unterstützen Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung sowie die weiterbildungsbefugten Kollegen im stationären und ambulanten Bereich in ganz Bayern.

    C1 Immunonkologie - was sollte ein Allgemeinarzt / Allgemeinärztin wissen

    Immunonkologische Behandlungskonzepte haben die Optionen und Prognose gerade bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen deutlich verbessert und Einzug in die klinische Routine gehalten. Dabei ist das Besondere nicht nur eine entitätsübergreifende Wirksamkeit, sondern auch ein völlig neuartiges Nebenwirkungsprofil, das insbesondere bei Kombinationstherapien häufiger auftritt und schwer vorhersagbar ist. Daher ist es für alle am Behandlungskonzept beteiligten Ärztinnen und Ärzte wichtig, frühe Zeichen einer Immuntoxizität zu erkennen und darauf zu reagieren. Der Vortrag soll einen generellen Überblick über Mechanismen und Einsatzmöglichkeiten immunonkologischer Ansätze (mit Schwerpunkt auf Immuncheckpoint-Inhibitoren) geben und auf Besonderheiten des klinischen Managements bei immunonkologischen Behandlungen hinweisen.

    C2 Sepsis erkennen

    Was Sie brauchen? Ein Blutdruck-Messgerät, eine Armbanduhr und Ihre 5 Sinne.

    Sepsis – ein Krankheitsbild mit hoher Letalität und eine große Herausforderung für den Arzt. Das frühzeitige Erkennen, gezielte Diagnostik und die zeitnahe Einleitung der Antibiose kann Leben retten. Jährlich versterben ca. 60.000 Patienten an einer Sepsis in deutschen Krankenhäusern.

    Lernen Sie mit welchen Mitteln Sie eine Sepsis frühzeitig erkennen können und wie Sie diese nach neuen Leitlinien erfolgreich behandeln.

    Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

    C3 Notfälle bei Palliativpatienten in der Hausarztpraxis

    Best practice bei Menschen ohne Überlebensperspektive durch schwere Erkrankungen oder bei Hochaltrigen, die medizinische Lebensverlängerung ablehnen, ist BVP (Behandlung im Voraus planen) beziehungsweise ACP (advanced care planing). Sie gibt Pflegekräften und Angehörigen Sicherheit. Aber trotz aller vorausschauender Sorgfalt kommt es immer wieder zu nicht eingeplanten Notfällen.

    Das Seminar will für solche Fälle Handlungshilfen geben.

    Frau Dr. med. Claudia Levin, Fachärztin für Innere und Allgemeinmedizin, Palliativmedizin. Sprecherin für AAPV der DGP Bayern, Kursleitung für Südbayern im Blended learning Basiskurs Palliativmedizin von BHÄV, DGP und KVB. Hospiz- und SAPV-Ärztin, langjährige Lehrbeauftragte für Allgemein- und Palliativmedizin in Göttingen und TU München

    D1 & D2 AG Werkzeugkasten Modul 4 des Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV)

    Das Genie beherrscht das Chaos – Sprechstundenorganisation

    Wer kennt das nicht. Montagmorgen, eigentlich scheint alles gut durchdacht. Dann kommt ein Notfall, „sprengt“ die Sprechstunde, etliche Patienten wollen „nur mal eben“ am Tresen eine Kleinigkeit besprechen und der Kollege im Nachbarort hat die Praxis geschlossen.

    Ihr/Sie seid/sind neu oder noch gar nicht Niedergelassen? Bei Euch/Ihnen ist der Wurm drin- auch nach längerer Zeit der Niederlassung oder Übernahme einer bestehenden Praxis?

    Wir wollen Ihnen/Euch Hilfestellung geben, eine gut organisierte und durchdachte Sprechstundenplanung zu etablieren.

    Dazu gehört die Definition von Sprechstundensystemen, wir sprechen über Wartezeiten und die Vermeidung eben dieser, wir geben Tipps für die Umsetzung einer sinnvollen Terminplanung im Praxisalltag.

    Begrifflichkeiten wie Sprechstundenbedarf und Praxisbedarf werden differenziert dargestellt, es geht um delegationsfähige Arbeiten, Sprechstundenorganisation von Arzt und MFAs. Wir zeigen, was aus einer Praxis-EDV herausgeholt werden kann und wollen auch die Möglichkeit vom Arbeiten mit Checklisten nicht zu kurz kommen lassen.

    Frau Dr. med. Britta Amthor ist Fachärztin für Chirurgie und Allgemeinmedizin. Seit April 2017 ist sie in einer Einzelpraxis für Allgemeinmedizin in Landsberg am Lech tätig.

    Frau Dr. med. Maria-Elisabeth Krell ist Fachärztin für Allgemeinmedizin. Sie führt mit Ihrem Vater eine überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft in Ettringen und Schwabmünchen.

    D3 Multimedikation

    Alternde Gesellschaften gehen einher mit einer steigenden Prävalenz von Multimorbidität und Polymedikation. Letztere erhöht das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen, die in ihrem Schweregrad von leichten Beeinträchtigungen des Wohlbefindens bis zu Krankenhauseinweisungen und Tod führen können. Arzt und Patient stehen vor der komplexen Herausforderung, gemeinsam eine Balance zu finden zwischen Nutzen und Risiken von therapeutischen Regimen. In diesem Workshop wollen wir anhand konkreter Fallstudien gemeinsam Ursachen und Präventionsstrategien häufiger arzneimittelbedingter Krankenhauseinweisungen erarbeiten.

    Herr Prof. Dr. Tobias Dreischulte ist Klinischer Pharmazeut und seit März 2019 Professor für Klinische Versorgungsforschung. Sein Hauptinteresse in Forschung und Lehre liegt in der Pharmakotherapie von Patienten mit Multimorbidität.  

    T1 Forensische Aspekte in der Hausarztpraxis

    Als Hausärzte sind wir immer wieder mit rechtlichen Fragestellungen konfrontiert, wie z.B.  Patienten mit Alkoholsucht, die Autofahren, Anfragen von Patienten nach speziellen Attesten, Ehepartner, die Informationen von Ihnen möchten etc. Auch Verfahren wegen ärztlichem Fehlverhalten im Rahmen der hausärztlichen Behandlung können vorkommen.  Das Seminar beschäftigt sich mit konkreten Beispielen aus dem Praxisalltag, wie zum Beispiel der ärztlichen Aufklärung bei der Arzneimitteltherapie und der Übernahme von Medikamentenverordnungen, die andere Fachrichtungen empfehlen, der Umgang mit schwierigen Situationen (z.B. Hirntumor und Autofahren), der ärztlichen Schweigepflicht und dem ärztlichen Kunstfehler. Anhand von konkreten Beispielen werden Problemkonstellationen besprochen und die Rechtslage vertieft.

    Privatdozentin Dr. med. habil. Sybille Kraus, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Rechtsmedizin, Lehrbeauftrage am Institut für Allgemeinmedizin der LMU sowie am Institut für Rechtsmedizin der Universität Ulm. Niedergelassen als Hausärztin seit 2018, regelmäßig als Gutachterin für Amts- und Landgerichte tätig.       

    T2 Digitalisierung der Hausarztpraxis

    Der Bundestag hat dem Gesetz zur Digitalisierung des Gesundheitswesens zugestimmt. Die Neuregelungen betreffen auch die Hausärztinnen und Hausärzte im starken Maße. Dabei sind die digitalen Umstellungen in der Hausarztpraxis nicht nur mit Vorteilen verbunden.

    Ich möchte Ihnen aufzeigen, was auf uns Hausärzte technisch, rechtlich und praktisch in den nächsten Jahren per Gesetz zukommt, welche Risiken, aber auch welche Chancen sich auf dem Weg ergeben; Online-Terminplanung, Videosprechstunde, E-Impfpass, EPA, E-AU, E-Rezept etc.
    Dr. med. Volker Wallraff ist Facharzt für Allgemeinmedizin. Er setzt sich schon des Längeren intensiv mit dem Thema Digitalisierung der Hausarztpraxen auseinander. Seit 2004 führt er eine hausärztliche Einzelpraxis in der Isarvorstadt in München.

    T3 Cannabis: Indikation und Verordnung

    Mit der Legalisierung von Cannabisarznei seit 2017 wird der Hausarzt zunehmend mit diesem Thema konfrontiert. Doch oft herrscht Unklarheit über die Fragen der medizinischen Indikation, der evidenz-basierten Wirksamkeit, der Art und Dosierung von Cannabispräparaten oder –blüten und dem Prozedere der Antragstellung. Das Seminar gibt einen Einblick in die rechtlichen Grundlagen, die Vielfalt der verschreibungsfähigen Cannabisprodukte und die evidenz-basierte Datenlage zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von medizinischem Cannabis.

    Frau Dr. Chris Maria Friemel hat 9 Jahre in Heidelberg am Institut für Psychopharmakologie zu den Grundlagen des Endocannabinoidsystems geforscht. An der Erstellung der aktuellen Cannabis Expertise im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums war sie federführend mit beteiligt. Die CaPRis-Expertise beinhaltet erstmalig ein systematisches Review des aktuellen wissenschaftlichen Standes zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von cannabinoidhaltigen Arzneimitteln. Seit 2018 ist Frau Dr. Friemel am Klinikum der LMU München im Rahmen klinischer Studien tätig.

    MFA1 Chronische Wundversorgung 

    „Chronische Wunden stellen in Deutschland mit einer Prävalenz von 0,26 bis 0,64% entsprechend 400.000 bis 1,8Mio. Betroffener eine medizinische und sozioökonomische Herausforderung dar (Vgl. Diener et. al., Gefässchirurgie 8/17, Springer). In der Hausarztpraxis nehmen diese Patienten einen höheren Ressourcenbedarf ein. Damit chronische Wunden phasengerecht versorgt werden können sind Fachkenntnisse erforderlich. Auch die Wunddokumentation und Fotodokumentation ist ein wichtiger Bestandteil bei der Versorgung von chronischen Wunden um den Heilungsverlauf beobachten zu können und als Dokumentation für die Patientenakte.

    Das Seminar gibt einen Überblick über Wundarten, Klassifikationen der Wunden, Arten und Möglichkeiten der Wundauflagen und Wundreinigung.

    Frau Barbara Kronfeldner (MFA, Fachwirtin, Wundexpertin), Referatsleitung Medizinische Fachangestellte beim Verband medizinsicher Fachberufe e.V.

    MFA2 EKG für MFA – korrekte Durchführung und verstehen

    „Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die führende Todesursache in Deutschland und werden es nach Schätzungen auch im Jahr 2020 noch sein.“ (Vgl. Robert-Koch-Institut, Gesundheitsmonitoring, 2012). In der Hausarztpraxis gehört das EKG zum täglichen Ablauf. Ein gut lesbares und für die behandelnden Ärzte auswertbares EKG ist dabei von enormer Wichtigkeit. Gleichzeitig können MFA wertvolle (Überlebens-)Zeit für den Patienten gewinnen, wenn sie auffällige EKG`s erkennen und der Ärztin / dem Arzt zielgerichtete Informationen zukommen lassen. 

    Das Seminar gibt einen Überblick über Methoden, Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung eines EKG. Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, bestmögliche EKG`s anzufertigen und auffällige EKG`s zu erkennen.

    Frau Ingrid Gerlach (Diplom Wirtschaftsjuristin, MFA) Verband medizinischer Fachberufe e.V.

    MFA3 Notfalltraining

    Notfälle treten unerwartet auf und verlangen vom gesamten Praxisteam ein sofortiges „Umschalten” vom Routinebetrieb auf die Notfallversorgung. Unter Zeitdruck müssen jetzt auf dem meist weniger vertrauten Gebiet der Notfallmedizin die richtigen, oft lebensrettenden Maßnahmen ergriffen werden. Denn auf Notfälle muss man seelisch und organisatorisch gut vorbereitet sein. Sie werden von einer erfahrenen Notfallsanitäterin und einer Praxisreferentin effizient geschult und trainiert.

    Chaos kann nur dann vermieden werden, wenn alle Mitarbeiter vorbereitet sind und optimal zusammenarbeiten.

    Inhalt des Seminars:

    -          Was ist ein Notfallpatient?

    -          Erkennen von lebensbedrohlichen Zuständen- Vitalfunktionen

    -          Wer, macht was? – Funktionsbereiche / Vertretung

    -          Anweisungen an die wartenden Patienten

    -          Richtiger Umgang mit dem Notfallequipment

    -          Fallbeispiele aus der Arztpraxis

    -          Praxistraining aller Notfallmaßnahmen

    Referentin: Frau Karin Schumacher (Praxisreferentin/ Study Nurse) seit 2017 im Institut für Allgemeinmedizin der LMU tätig. Sie ist die Ansprechpartnerin für die MFA in Studien und deren Schulungen.

    Training: Frau Tamara Hartmann (Sanitäterin und Erstehilfeausbilderin) seit 2019 für die Allgemeinmedizin der LMU tätig und als Ansprechpartnerin für die Lehrarztpraxen sowie für die Studenten der Medizin.

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    Kategorie Auswahl Noch verfügbar Preis (brutto)* Preis (netto) Summe
    Arzt/Ärztin in Weiterbildung
    12
    € 50,00
    € 50,00
    € 0,00
    Medizinische Fachangestellte
    14
    € 20,00
    € 20,00
    € 0,00
    Studierende Humanmedizin
    1
    € 10,00
    € 10,00
    € 0,00
    Facharzt/Fachärztin
    29
    € 70,00
    € 70,00
    € 0,00
    * inkl. gesetzl. MwSt.
  • Anfahrt

    Adresse des Veranstaltungsorts

    LMU Klinikum München, Campus Großhadern, Hörsaaltrakt Marchioninistraße 15 81377 München Deutschland

    Anfahrtsbeschreibung:

    Im Klinikum Großhadern gibt es ein Leitsystem: Die Knotenpunkte der Besucher- und Patientenstraße mit den einzelnen Fluren sind mit Buchstabenkombinationen in aufsteigender Folge gekennzeichnet. Am Eingang der Klinik und an jedem Knotenpunkt finden Sie einen Orientierungsplan. Der TdA findet im Hörsaaltrakt statt, im Lageplan als Knotenpunkt KL. Öffentliche Verkehrsmittel: Die U-Bahn-Linie 6 bis Endhaltestelle Klinikum Großhadern oder die Busse 56 (Haltestelle Klinikum Ost), 266, 269 und X910 (Haltestelle Klinikum Großhadern) fahren direkt zu uns. Parken am Klinikum Für Ihren Besuch stehen Ihnen am Campus Großhadern rund 800 Parkplätze. Auf dem Klinikgelände zeigt Ihnen ein Leitsystem die verfügbaren Parkplätze an.
    Rollstuhlgerecht Ja
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Veranstalter dieses Events: das Institut für Allgemeinmedizin des LMU Klinikum München, Direktor Prof. Dr. Jochen Gensichen
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