• Thementag: Digitalisierung im Gesundheitswesen

    Gesundheits-Apps vs. Medical Apps
     
    Eine Tatsache ist unbestritten: Digital-Health Anwendungen - unabhängig davon, ob diese Anwendungen auf einem Smartphone oder einem Tablet genutzt werden - haben das Potential, Patient-Empowerment und somit die Gesundheitsversorgung zu befördern. Die Frage die sich hier anschließt lautet:
     
    Unter welchen Voraussetzungen kann das Begiffspaar ,,Digital Health und Patient-Empowerment die Gesundheitsversorgung befördern?
     
    Die Tatsache, dass so gut wie jeder Mensch in seinem Leben irgendwann Patient sein wird, liegt in der Natur der Dinge. Wichtig ist in dieser Hinsicht das Engagement der Betroffenen selbst, also das Self-Empowerment des Patienten. Als Patient-Empowerment bezeichnet man eine relative neue Bewegung, die zum Ziel hat, die Stellung des Patienten durch Informationen, Mitwirkung und Mitentscheidung in Bezug auf seine Gesundheit zu verbessern. Konkret gehören alle Aktionen dazu die darauf abzielen, das der Betroffene sowohl über seine Krankheit als auch über die dazugehörige Therapie besser informiert ist und er selbstständig handeln kann. Er muss also über die Fähigkeit verfügen die vom Arzt verordnete Therapie zu verstehen und beurteilen zu können. Dazu gehört auch mit dem Arzt kommunizieren können, sich relevante und valide Informationen über seine Krankheit zu besorgen, also seine eigene Krankheit zu verstehen. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine weitere Frage:
     
    ,,Sind Digitale Health Anwendungen oder anders formuliert, mHealth Anwendungen in der Lage Patient-Empowerment vs. Self-Empowerment zu befördern?
     
    Im Sinne der Ausgangsfrage muss es folglich ein erklärtes Ziel sein, nur die qualitativ hochwertigen und für den Patienten nutzbringenden mHealth Anwendungen im ersten Gesundheitsmarkt zu etablieren und damit in den Versorgungsalltag zu überführen. Die Realität ist aber, dass die meisten mHealth Anwendungen, wenig verwunderlich, nicht im ersten, sondern im sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt entstehen. Die zentralen Hürden, die für den Transfer in den ersten Gesundheitsmarkt zu bewältigen sind, liegen vor allem an einem fehlenden einheitlichen Standard, an Unsicherheiten bezüglich Finanzierungswege und in der Komplexität der Medizinproduktezertifizierung (MDR). Gerade letztere wird durch die MDR (Medical Device Regulation), die ab dem 26.05.2020 europaweit Gültigkeit erlangt, nicht einfacher.
     
    Aktuell stellt sich die Sachlage so dar, dass keine adäquaten Standards für den Nutzennachweis vorhanden sind und die fehlende technische und vor allem kulturelle Anbindung der Leistungserbringer sowie die schon angesprochene Regelungsvielfalt allen Akteuren Probleme bereitet. Das größte Problem aber ist das Verkennen der Tatsache, dass im mHealth-Segment der Patient der vorrangige Leistungserbringer ist und dieser über keine strukturierte Übersicht verfügt, um sich einen Überblick über Qualität und Marktangebot zu verschaffen. Dazu gehört auch die Transparenz in Bezug auf Datensicherheit und Datenschutz.
     
    Wie eine magische Zahl steht die 200.000 für die Masse an weltweit in App-Stores verfügbaren Anwendungen die in engerem Sinne etwas mit Gesundheit zu tun haben. Die Anwendungen sind vielfältig, beginnend mit der Bereitstellung von gesundheitsbezogenen Informationen über sogenannte Fitness-Apps bis hin zur Erinnerung an die Medikamenteneinnahme oder der Verwaltung des bundeseinheitlichen Medikationsplan auf dem Tablet und dem führen von einem Blutdruck-, Blutzucker- sowie einem Schmerztagebuch. Vor dem Hintergrund des zuvor Gesagten werden nicht nur die Ärzte, sondern vor allem die Patienten verstärkt mit immer wiederkehrenden Fragen konfrontiert:
    • Was ist technisch möglich, wie sicher sind meine Gesundheitsdaten?
    • Was ist rechtlich erlaubt und wie lassen sich die unterschiedlichen Anwendungen klassifizieren?
    • Wann ist ein Gesundheits-App ein Medizinprodukt?
    Die zuvor gestellten Fragen zeigen deutlich, dass App-basierte Behandlungs- und Unterstützungskonzepte dem Umgang mit medizinischen Daten im Alltag eine neue Bedeutung verleihen. Antworten zu den Inhalten des zuvor Gesagten und zu den zuletzt erwähnten Fragen werden von den Referenten des Thementags ausführlich beantwortet.
     
    Werner Povoden
    AKI RP/Eifel
  • Tickets bestellen

    Dieses Event ist beendet. Es ist nicht mehr möglich eine Bestellung durchzuführen.Diese Veranstaltung nutzte XING Events für Online Eventregistrierung & Ticketing. Organisieren auch Sie Ihr Event effektiv und professionell.
    Jetzt testen

    * inkl. gesetzl. MwSt.
  • Teilnehmerliste

    3 Teilnehmer: Suchen
    • Janine König

       

    • Bettina Lebershausen

       

    • Kim Schäfer

       

  • Anfahrt

    Adresse des Veranstaltungsorts

    Hotel Hafen Hamburg Seewartenstraße 9, 20459 Hamburg Deutschland
    Rollstuhlgerecht Nicht bekannt
powered by XING Events

Veranstalter dieses Events: Dr. med. Sabine Povoden
Mehr Teilnehmer mit Online Event Management-Lösungen von XING Events.

Impressum

Wir verwenden Cookies und andere Technologien zur Nutzungsanalyse unserer Plattform. Weitere Informationen und Ihre persönlichen Tracking-Einstellungen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.