ramp-up.me & XING Events

Ihr wollt mehr Vielfalt bei Events schaffen? XING Events & ramp-up.me zeigen wie!

Was passiert, wenn zwei Cousins in ihren Studienjahren beschließen, Gründer zu werden? Die meisten von uns würden wohl Antworten vermuten wie „sie gehen nach 2 Monaten pleite“ oder „sie bringen ein Produkt heraus, das keiner braucht“.
Bei Jan Mörsch und Raul Krauthausen verlief die Geschichte anders:  Die beiden gründeten den Verein SOZIALHELDEN und engagieren sich seit jeher sehr erfolgreich für soziale Projekte.  Zu den SOZIALHELDEN gehört mittlerweile ein großes Netzwerk an Freiwilligen, die zahlreiche gemeinnützige Projekte betreuen.

SOZIALHELDEN und Events: Wie passt das zusammen?

Mit ramp-up.me haben die SOZIALHELDEN ein Projekt ins Leben gerufen, das den Fokus speziell auf die Barrierefreiheit und Inklusion bei Events legt. Barrierefreiheit bedeutet in diesem Kontext aber nicht „nur“, physische und logistische Barrierefreiheit zu schaffen. Das Team gibt Veranstaltern zudem Hilfestellung, um auch kommunikations- und programmbezogene Vielfalt stärker zu integrieren.

>> Ihr wollt mehr über das Projekt erfahren? Dann besucht einfach die offizielle Website von ramp-up.me.

XING Events unterstützt ramp-up.me mit einer Produkterweiterung

Zusammen mit ramp-up.me geht XING Events nun einen Schritt weiter in Richtung: „Mehr Klarheit über Barrierefreiheit schaffen“.

Aus diesem Grund haben wir das Feld zur Angabe rollstuhlgerechter Eventlocations in der Einstellungsmaske von Events auf XING überarbeitet.  Unter „Wo findet das Event statt?“ können Veranstalter ihre potenziellen Teilnehmer darüber informieren, ob die Eventräumlichkeiten auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Hierfür bietet das Menü die Auswahlmöglichkeiten „Ja/Nein/Nicht bekannt“.
Außerdem finden Veranstalter jetzt auch einen direkten Link zu ramp-up.me in der Einstellungsmaske. Auf der Website können sich Veranstalter wertvolle Tipps holen, wie sie ihr Event barrierefrei planen und durchführen können.

XING Events rollstuhlgerechte Eventlocations

Zum Anlass der Produkterweiterung haben wir ramp-up.me Redakteurin, Judyta Smykowski, ein paar Fragen zum Projekt gestellt und haben von ihr erfahren, warum eine Vorabinformation über rollstuhlgerechte Eventlocations wichtig ist.

Die Sozialhelden haben zahlreiche Projekte wie “Leidmedien.de” und “Wheelmap.org” ins Leben gerufen. Mit ramp-up.me betreut ihr auch ein Projekt, das sich speziell für Barrierefreiheit und Inklusion bei Events einsetzt. Wie sahen die Anfänge dieses Projekts aus und was kann man sich genau unter dem Projekt vorstellen?

Ramp-Up.me haben wir zusammen mit dem Verein Ruby Berlin e.V. auch aus Eigennutz gegründet. Einer der Initiatoren des Projekts, Raúl Krauthausen, und andere Sozialhelden-Mitarbeiter*innen sind mit einem Rollstuhl unterwegs und deshalb auf Barrierefreiheit angewiesen. Wir werden viel eingeladen, um über unsere Projekte zu berichten. Doch häufig finden wir Barrieren vor, wie etwa Stufen am Eingang. Das ist vielen Veranstalter*innen nicht bewusst.  Daher haben wir auf Ramp-Up.me Informationen zusammengetragen, wie Barrieren abgebaut werden, damit insgesamt mehr Menschen an Events teilnehmen können.

ramp-up.me & XING Events Hast du das Gefühl, dass das Thema „Barrierefreiheit bei Events“ bereits im Bewusstsein der Veranstalter angekommen ist und eine Änderung spürbar wird? Inwiefern?

Wir reden oft auf Events, die sich um Inklusion drehen, da sind dann die Veranstalter*innen meist schon aufgeklärter. Aber auf anderen Veranstaltungen ist es keinesfalls selbstverständlich. Es geht dabei ja nicht nur um bauliche Barrieren, auch das Programm und die Kommunikation können oft verbessert werden. Zum Beispiel sind Podien weiterhin meist von Männern und selten von behinderten Menschen besetzt. Das ist sehr schade, weil sehr viele Perspektiven auf ein Thema verloren gehen. Daneben fehlt es oft an Dolmetscher*innen für Gebärdensprache und auch Englisch. Und nicht zuletzt kann das Catering verbessert werden, wenn z. B. beim Essen Allergie auslösende Inhaltsstoffe angegeben werden und nicht nur Stehtische vorhanden sind, an denen kleine Menschen und Rollstuhlfahrer*innen nicht essen können.

Was sind die drei wichtigsten Aspekte bezügl. Barrierefreiheit bei Events, die deiner Meinung nach in Zukunft geändert werden müssen, und warum?

  • Vielfalt auf der Bühne – Jede*r ist eine Bereicherung auf dem Podium. Wir müssen weg kommen von reinen Männerpodien, denn auf solchen Veranstaltungen kann es zu keiner Diversität in den Meinungen kommen.
    Auch davon, eine Frau nur als Moderatorin eines Männerpanels zu engagieren.
  • Vielfalt abseits der Bühne – Auch das Publikum sollte divers sein. Und mit Barrierefreiheit ist auch gemeint, dass z.B. die Eintrittspreise nicht so hoch sind. “Diversity-Tickets” sind dafür eine Idee..
  • Logistische und kommunikative Barrieren sollten entfernt werden. Der Zugang zu den Räumen und Podien muss rollstuhlgerecht zugänglich sein und es müssen Gebärdensprachdolmetscherinnen, genau wie Dolmetscher*innen für Englisch mitgedacht werden.

Mit der optimierten Funktion im Eventbereich auf XING können Veranstalter markieren, ob ein Event rollstuhlgerecht ist oder nicht. Für Veranstalter bedeutet dies ein paar wenige Klicks, während Menschen mit Behinderung direkt erfahren, ob sich ein Eventbesuch lohnt. Hast du Erfahrungswerte, die beschreiben, wie wichtig so eine Information für Menschen mit Behinderung im Vorfeld des Events ist?

Das Markieren der Barrierefreiheit ist für Betroffene natürlich eine wertvolle Information, um vorher einschätzen zu können, ob man das Event besuchen kann. Natürlich sollte das dann auch wirklich gewährleistet sein; am besten vorher mit z.B. einem Rollstuhlfahrer die Wege abfahren. Veranstalter geben am besten direkt an, was sie genau in Sachen Barrierefreiheit anbieten. Außerdem sind Fragebögen bei der Anmeldung, ob man z.B. eine Dolmetscherin braucht, sehr hilfreich, dass sich Veranstalter und Gäste wohl fühlen.

Judyta ist kein Neuling im XING Events Blog. Bereits letztes Jahr hat sie mit ihrem Artikel Wie sieht Barrierefreiheit bei Events aus? auf die Thematik aufmerksam gemacht und sich für mehr Vielfalt bei Events ausgesprochen. Sehr lesenswert!

Wir bedanken uns herzlich für das Interview und wünschen ihr sowie dem Projekt weiterhin viel Erfolg.

Marina Buller

Marina Buller

Content Marketing Manager at XING Events GmbH
Marina Buller ist ein wahres Berufs-Chamäleon. Nach ihrem Bachelor Studium in den Bereichen Literatur, Kultur und Medien, zog es sie für den Master gen Norden nach Schweden. Von ihrem Hauptfach „Visual Culture“ inspiriert, folgte sie ihrem Interesse für die Marketing Branche, weshalb es sie zur XING Events GmbH in das schöne München geführt hat.
Marina Buller

2 thoughts on “Ihr wollt mehr Vielfalt bei Events schaffen? XING Events & ramp-up.me zeigen wie!

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