Interview_Rino_Borini

Es gibt und gab nie eine Alternative zum digitalen Ticketverkauf! [Interview]

Anmeldeformulare von Teilnehmern ausfüllen lassen und dann selbst manuell auswerten? Das gab es nie bei der Finance 2.0. Für die führende Finanzkonferenz der Schweiz gilt seit der Veranstaltungsgeburt: Die Prozesse beim Ticketverkauf müssen automatisiert und digital sein. In unserem Interview erzählt Mitgründer Rino Borini über die Herausforderungen und Erfolge, welche die Digitalisierung mit sich bringt.

 

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Rino Borini, Mitgründer der Finance 2.0

Hallo Herr Borini, schön, dass Sie sich Zeit nehmen, um mit uns über so ein wichtiges Thema wie die Digitalisierung in der Eventbranche zu sprechen. Mit Ihrer Konferenz-Reihe „Finance 2.0“ sind Sie bereits inhaltlich bei der Zukunft des digitalen Bankings angekommen. Welchen Stellenwert nimmt die Digitalisierung bei Ihrer Eventorganisation ein?

Die Frage ist immer, was man als Digitalisierung bezeichnet. Für viele ist ja eine App bereits Digitalisierung. Sehen wir anders. In unserem Fall ist es so, dass wir möglichst viele Prozesse komplett automatisieren wollen. Durch das werden wir nicht nur effizienter, sondern die Fehlerquote sinkt. Zudem können wir die Teilnehmer besser betreuen, entlang der gesamten Journey: Information, Anmeldung, Vorab-Infos, Einlass, während und nach der Konferenz.

 

Sie verkaufen Ihre Tickets bereits seit 2013 online – zumindest mit XING Events. Aus welchen Gründen haben Sie sich damals für den Online-Ticketverkauf entschieden?

Das war nur logisch. Bei uns gibt’s kein Papier und Couvert. Wir haben das Thema „Digital Finance“ und der logische Schritt war, dass wir auch das Ticketing „digital“ anbieten. Und Amiando [heute: XING Events] konnte damals schon fast alle Zahlungsmöglichkeiten anbieten – denn der Kunde soll entscheiden, wie er zahlen soll. Einzig Bezahlung mit einer Kryptowährung mussten wir manuell einbinden, denn auch das soll für unsere Teilnehmer wichtig sein.

 

Was waren für Sie die größten Herausforderungen beim Ticketverkauf, bevor Sie sich für einen Online-Ticketshop entschieden haben?

Ganz ehrlich: Keine.

 

Und was waren die größten Vorteile und Erfolge, die aus dem Online-Ticketverkauf resultiert sind?

Schwierig zu beantworten. Wir kennen nur den Online-Verkauf. Aber als Erfolg kann man werten, dass seit Bestehen der Finance 2.0, immerhin eine der grössten Digital Finance Veranstaltungen im DACH-Raum, wir immer ausgebucht waren.

 

Wo sahen Sie die größten Schwierigkeiten beim Einsatz eines Online-Ticketshops und wie wurden diese Hürden gemeistert?

Auch hier hatten wir keine Schwierigkeiten. Wir haben ja bewusst von Beginn an sämtliche Prozesse und auch Websites so aufgebaut, dass wir nur online Tickets verkaufen. Einzig: Wir würden schon gerne seit 2015 die Möglichkeit anbieten, dass der Teilnehmer auch mit Apple-, Samsung-Pay, Twint und Kryptowährungen zahlen kann.

 

Wie haben Ihre Teilnehmer auf die Umstellung reagiert?

Unsere Teilnehmer kennen nur den Online-Prozess.

 

Nutzen Sie auch andere digitale Lösungen für Ihr Eventmanagement? Wenn ja, welche Erfahrungen haben Sie mit ihnen gemacht?

Eigentlich ist alles digital, außer die Finance 2.0, welche physisch stattfindet. Der nächste Termin ist übrigens der 20. März 2018. Was machen wir digital? Eigentlich alles: Das ganze Einlassmanagement ist digital. Die Kommunikation ist digital. Bei uns gibt es keine Papierlisten. Ebenso setzen wir auf eine Event-App und und und.

 

Sind Sie der Meinung, dass digitalisierte Prozesse auch für Verlage und Verbände die Zukunft des Eventmanagement sind?

Klar!

 

Was würden Sie anderen Veranstaltern in dieser Hinsicht empfehlen, basierend auf Ihren Erfahrungen (positiv als auch negativ)?

Das muss jeder selber herausfinden, was für ihn aber vor allem für seine Teilnehmer das Beste ist. Dazu braucht es einfach ein digitales Mindset und vor allem ein Verständnis was der Kunde will, in diesem Fall der Veranstaltungsteilnehmer. Und entsprechend diesen Bedürfnissen sollte man die Prozesse aufbauen.

 

Vielen Dank für das freundliche Interview, Herr Borini. Ihr Feedback beweist einmal mehr, dass sich der Einsatz digitaler Tools lohnt, vor allem für den Ticketverkauf. Besonders die bessere Teilnehmer-Betreuung über die ganze Journey hinweg ist ein wichtiger Aspekt, den jeder Veranstalter berücksichtigen sollte. Im Endeffekt sind es die Erwartungen der Teilnehmer, denen Veranstalter Rechnung tragen müssen.

 

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Gehen Sie noch den klassischen Weg über Anmeldeformulare oder bevorzugen Sie bereits die Abkürzung über einen Online-Ticketshop? Ordnen Sie sich auf unserer Website ein und wir geben Ihnen für jeden Fall Tipps und Handlungsempfehlungen, mit denen Sie Ihr Eventmanagement auf das nächste Level heben.

Rebecca Loeks

Rebecca Loeks

Als frisch gebackene Online-Redakteurin sorgt Rebecca Loeks bei XING Events für wortgewandte Unterstützung. Ihre berufliche Leidenschaft führte sie nach München, wo sie sich nun voll und ganz dem Content-Marketing verschreibt.
Rebecca Loeks

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