Covid-19 Spezial

Chance in der Krise? Diese Event-Akteure zeigen, wie es geht

Die Pandemie hat viele Branchen auf den Kopf gestellt – klar, vor allem auch unsere. Während einige Unternehmen ihre Mitarbeitenden vor eineinhalb Jahren in Kurzarbeit schicken mussten, gelang anderen der Wandel unter den komplett neuen Bedingungen. Sie haben die Krise zur Chance gemacht. Sie haben nicht abgewartet, gezweifelt oder den Kopf in den Sand gesteckt. Voller Tatendrang und guter Ideen haben sie sich auf den Weg zu ganz neuen Geschäftsmodellen gemacht. Einige davon wollen wir Ihnen in diesem Artikel vorstellen. Und vor allem wollen wir Ihnen zeigen, dass es weitergeht. Auch wenn es manchmal gar nicht danach aussieht.

XING Events Lesetipp: Krisenmanagement für Veranstalter: vom Chaos zu neuer Ordnung
 

Die Event-App in eine Event-Plattform verwandeln

Event-Apps gab es bereits vor der Pandemie. Meist haben sie vor Ort dafür gesorgt, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr persönliches Programm stets griffbereit hatten. Sie haben das Networking der Teilnehmenden untereinander gefördert und die Teilnahme an Abstimmungen ermöglicht. Die gab es von einem auf den anderen Tag nicht mehr. Damit sank von heut auf morgen der Umsatz für die Anbieter von Event-Apps auf nahezu Null. Doch Event-Apps waren schon ziemlich digital aufgestellt und daher nutzten viele die Chance, ihre bisherige Software um eine Videokonferenz-Lösung sowie weitere Features zu erweitern und entwickelten daraus eine virtuelle Event-Plattform. Vermutlich kennen Sie die Anbieter, die diesen Sprung geschafft haben, beispielsweise plazz, efec und congreet.

XING Events Tipp: Zahlreiche Plattformen und Apps lassen sich übrigens kinderleicht mit unserer Online-Registrierung für virtuelle Events verknüpfen.

Von der Eventagentur zum Versand von Online-Präsentboxen

Auch bei Eventagenturen hagelte es im Frühjahr 2020 Stornierungen. Allerdings ließen sich die Geschäftsführerinnen von KahnEvents oder MIAS DIAS davon nicht entmutigen und stellten von heut auf morgen ihr Geschäftsmodell um. Die Teams, die bis eben noch Events kreierten, verkauften und packten von nun an Präsentboxen für virtuelle Events. Der Erfolg gab ihnen Recht – schon zu Weihnachten konnten sie zum Teil keine weiteren Aufträge mehr annehmen. 

Chance in der Krise? Diese Event-Akteure zeigen, wie es geht: KahnEvents Party Box
Nadja Kahn Erfinderin der Online Party-Box (Quelle: Kahn Events Website)

Aus Messebauer und PR-Agentur wird der virtuelle Showroom

„Wenn Unternehmen nicht zur Messe können, dann kommt die Messe eben zu ihnen ins Haus” müssen sich die Macher der „Home Fair Live” gedacht haben, die plötzlich keine Messestände mehr bauen konnten. So schlossen sich die PR-Agentur PR!ZM und der Messebauer LA CONCEPT kurzerhand zusammen und kreierten im Frühjahr 2020 die erste „Home Fair Live” und bereits im Sommer die ganztägige Messe „Future Fair” für 1.200 Teilnehmer·innen. Das daraus entstandene Unternehmen NEYROO bietet heute erfolgreich virtuelle Showrooms für Events jeglicher Art an.

Vom AV-Dienstleister zum Streaming-Dienstleister

Zahlreiche Audio-Video-Dienstleister standen im März 2020 schlagartig vor gefüllten Lagerhallen mit eigener AV-Technik, die sonst national und international im Einsatz gewesen wäre. Allerdings ließen sich Anbieter wie btl next, Nikkus, Billmann Event, Triolution und viele andere davon nicht entmutigen. „Wer das Bühnenbild über eine Kamera auf einer großen Leinwand ausspielen kann, kann das auch ins Internet übertragen” könnte das Motto vieler AV-Dienstleister gewesen sein. Heute nehmen sie bei virtuellen Events eine tragende Rolle ein und sind zurecht von der hintersten Ecke des Tagungsraumes in die Mitte des Geschehens gerückt. 

Eventregie ins Virtuelle übertragen

Eventregie ist gleich Eventregie? Mitnichten! Auch die kreativen Leistungen von auf Eventregie und Dramaturgie spezialisierten Anbieter mussten sich auf die neuen Eventformate einstellen. Neues Wissen, neue Tools, neue Ideen brauchten Spezialist·innen wie Konstanze Agatz, Cristián Gálvez, Chris Cuhls oder Ralf Schmitt von den Impulspiloten.

Hygienekonzepte dank neuer Software

Zahlreiche Anbieter von digitaler Leaderfassung oder Einlass-Systemen auf Großveranstaltungen standen unerwartet vor leeren Auftragsbüchern. Doch davon ließen auch diese sich nicht ausbremsen und ergänzten ihre Softwarelösungen um Features wie Abstandswarner, Contact Tracing, Crowd-Management, komplette Teststraßen und vieles mehr. Dienstleister, denen das gelungen ist, sind beispielsweise Scan2Lead oder Choose2Rent.

XING Events Lesetipp: 8 Technologien für hygienische Offline-Events in Corona-Zeiten

Das Catering virtualisieren

Kann man das Catering virtualisieren? Nein, das Catering selbst natürlich nicht. Doch ähnlich wie bei der Idee, Präsentboxen zu versenden, lässt sich auch das Catering in die Home-Offices der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schicken. Neben kreativen Gerichten, die auch dem Versand standhalten müssen, kreierten Anbieter·innen wie Kaiserschote virtuelle Kochshows oder gemeinsame Kocherlebnisse vor laufenden Kameras.

Chance in der Krise? Diese Event-Akteure zeigen, wie es geht: Kaiserschote
Catering für den digitalen Messestand (Quelle: Kaiserschote Website)

Den Stadtrundgang ins Internet verlegen

Folgen Teilnehmer·innen hinter Bildschirmen einem Guide mit laufender Kamera durch eine Stadt und haben dabei so etwas wie ein Gemeinschaftserlebnis? Ja, sie tun es und das mit Begeisterung – das kann zum Beispiel Tanja Szymansky, Gründerin von cpb culturepartner berlin, berichten. Sie digitalisierte kurzerhand ihr Know-how und ihre Kontakte rund um Rahmenprogramme und brachte diese als eigenes Angebot ins Internet.

Fazit

Die Herausforderungen mögen gewaltig sein und der Wandel fast unmöglich scheinen, allerdings bewiesen und beweisen noch heute zahlreiche Unternehmen aus der Eventbranche, dass Krisen auch Chancen bedeuten. Diese zu erkennen und beherzt umzusetzen, gelang in den letzten eineinhalb Jahren zahlreichen Soloakteuren und Unternehmen. Wie genau die Umsetzung in der virtuellen Welt aussah, können Sie hier auf unserem Blog nachlesen.

XING Events Tipp:

In unserem Whitepaper „Online-Events leicht gemacht“ können Sie mehr zu den Themen Erstellung und Vermarktung von Online-Events lesen. 

Bettina Strohm-Knauer Senior Content Marketing & PR Managerin, XING Events

Ihre ersten Schritte in der Kommunikation machte Bettina vor rund acht Jahren - damals als Studentin der Politik und Soziologie. Marketing und Corporate Communications ließen sie nicht mehr los und führten sie zunächst für den Master nach Leipzig, bevor sie beruflich in München landete. Seit 2019 verbindet sie ihre Leidenschaft für gute Inhalte, Unternehmenspositionierung und digitale Kanäle bei XING Events, wo sie Content Marketing und PR verantwortet.

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