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Re-Start in der Eventbranche: So finden Sie neue Mitarbeitende

Kurzarbeit, Überbrückungshilfen, Entlassungen – in der Eventbranche in den letzten eineinhalb Jahren aufgrund der Corona-Pandemie alles keine Seltenheit. Gleichzeitig haben sich Jobrollen und Berufsbezeichnungen gewandelt: Gesucht werden statt Eventorganisator·innen Show-Produzent·innen für Online-Plattformen, statt des Messebauers Online-Eventarchitekt·innen. Und mittlerweile zeichnet sich auch der Re-Start der Branche ab, was die Personalsuche bald noch mehr befeuern könnte.

Die gute Nachricht: Die Chancen, neue Mitarbeitende zu finden, stehen gar nicht so schlecht. Im Auftrag unserer Kolleg·innen von XING E-Recruiting führte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im deutschsprachigen Raum eine repräsentative Umfrage zur Wechselbereitschaft durch. Es zeigte sich: Trotz großer Unsicherheitsfaktoren aufgrund der Pandemie gaben 33 Prozent aller erwerbstätigen Deutschen an, im Jahr 2021 offen für einen Jobwechsel zu sein – obwohl 86 Prozent sagten, dass sie sehr bzw. eher zufrieden mit ihrer derzeitigen beruflichen Tätigkeit sind. Und noch interessanter: Diese Zahlen sind im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren konstant geblieben.

Wie schaut es in den Nachbarländern aus? In Österreich gaben 37 Prozent der Erwerbstätigen an, für einen Wechsel offen zu sein, in der deutschsprachigen Schweiz ist es mehr als jeder Zweite (54 Prozent).

Re-Start in der Eventbranche: So finden Sie neue Mitarbeitende: Infografik

Doch wie nun diese wechselwilligen Kandidat·innen erreichen? Auch dazu haben unsere Kolleg·innen Tipps parat, die wir an dieser Stelle mit Ihnen teilen dürfen. Weitere Artikel zu den Themen HR, Recruiting und New Work finden Sie auf dem XING E-Recruiting Blog.
 

1. Machen Sie aus Ihrer Webseite eine Karriereseite

Die Mitarbeitersuche hat jetzt oberste Priorität: Veröffentlichen Sie offene Stellen deshalb direkt auf der Startseite Ihre Webseite – am besten grafisch abgesetzt, damit das Angebot die volle Aufmerksamkeit bekommt. Über einen Link können Sie Interessierte auf eine Unterseite lenken, auf der Sie ausführliche Informationen bereitstellen.

2. Schließen Sie sich mit anderen Firmen zusammen

Aldi und McDonald’s haben es vorgemacht: Während das eine Unternehmen gerade viele Mitarbeitende nicht mehr beschäftigen kann, sucht das andere händeringend Personal. Also verleiht der Burgerbrater jetzt Kolleg·innen an die Supermarktkette. Auch Lieferdienste haben bereits erfolgreich Fahrer·innen aus anderen Branchen angeheuert. Und was im Großen funktionieren kann, das geht je nach benötigter Qualifikation auch im Kleinen. Personalpartnerschaften wie diese können Sie auch selbst ins Leben rufen!

3. Nutzen Sie Online-Plattformen und Social Media

In der Krise entstehen neuartige Angebote auf altbewährten Kanälen: Virtuelle Gruppen in den sozialen Medien werden gegründet, um Arbeitgeber und Bewerber zusammenzubringen. Online-Plattformen wie daslandhilft.de vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft richten sich ganz speziell an besonders gesuchte Fachkräfte, in diesem Fall Erntehelfer. Mitarbeiter, auch Ehrenamtliche, im medizinischen und pflegerischen Bereich vermittelt die Seite wirwollenhelfen.com.

4. Nutzen Sie Mund-zu-Mund-Propaganda

So klein der Effekt auch erscheinen mag: Bitten Sie Ihre Mitarbeitenden, aktiv nach neuen Kolleg·innen zu suchen. Die meisten von ihnen haben ein gutes Netzwerk von Menschen mit dem gleichen beruflichen Hintergrund. Und wer weiß, vielleicht kennt einer von ihnen Ihren neuen Mitarbeitenden!

5. Nehmen Sie Ihre Mitarbeitendene unter die Lupe

Gerade für Controller oder Change Manager gilt: Vielleicht ist die passende Mitarbeiterin oder der passende Mitarbeiter ja schon längst in Ihrem Unternehmen – bisher nur auf einer anderen Position. Die Krise bietet auch die Chance, einmal genau zu schauen, welche Kolleg·innen sich mit bisher unbekannten Potenzialen noch anderweitig einbringen können.

6. Schaffen Sie Angebote für Studierende

Auch Studierende trifft die Krise hart: Viele von ihnen sind auf ihre Nebenjobs dringend angewiesen, doch Gastronomie und viele weitere Firmen, die traditionell angehende Akademiker·innen beschäftigen, sind geschlossen. „Fahnden“ Sie ganz gezielt nach diesen jungen Fachkräften, die Ihr Unternehmen mit neuartigen Denkweisen gerade jetzt in der Krise hervorragend bereichern können.

7. Suchen Sie nach Freelancern

Gerade wenn Sie Aufgaben nur vorübergehend zu vergeben haben, sind Honorarkräfte wie Freiberufler ideal. Sie sind es gewohnt, sich schnell einzuarbeiten und können in Auftragsspitzen, die jetzt einige Unternehmen erreichen, viel abfangen.

8. Greifen Sie auf Ihren Talentpool zurück

Jetzt ist die beste Gelegenheit, um auf die Kandidat·innen zurückzugreifen, die Sie zuvor vielleicht ablehnen oder vertrösten mussten. Idealerweise haben Sie alle Kontakte in einem Talentpool gespeichert. Und wenn nicht, sollten Sie spätestens jetzt damit beginnen.

Fazit

Ja, der Re-Start kann in Kombination mit dem Fachkräftemangel sicher herausfordernd sein. Doch haben Sie keine Scheu – es gibt zahlreiche Portale und Kanäle für Ihr Recruiting. Einige davon, wie die Mund-zu-Mund-Propaganda oder interne Wechsel, können besonders schnell und unkompliziert funktionieren.

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Birte Schmidt Freiberufliche Texterin, XING E-Recruiting

Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.
 

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