Eventmarketing

Erfolgreiches Content Marketing für Events

Michael Heipel

Der heiße Messe- und Kongress-Herbst 2015 hat bereits einige Highlights gesehen, bei denen es um Content Marketing ging: von der Dmexco in Köln über die Neocom in Düsseldorf bis hin zum neuen Kongress ContentWorld in Frankfurt.

Eines eint diese Veranstaltungen, die sich eigentlich an durchaus unterschiedliche Zielgruppen richten: Der Hype um Content oder Inbound Marketing ist berechtigt. Die Bedeutung einer Kundenansprache auf Augenhöhe kann nicht hoch genug einschätzt werden. Manche gehen sogar so weit zu sagen: „Content Marketing ist das neue SEO!“

Was für das digitale Marketing und den E-Commerce-Sektor gilt, hat auch Auswirkungen darauf, wie wir als Veranstalter Events, Messen und Kongresse vermarkten. Platte Werbebotschaften ziehen nicht mehr. Unsere potenziellen Teilnehmer verlangen nützliche, informative oder unterhaltsame Inhalte, wenn sie eine Beteiligung in Erwägung ziehen.

Aber wie gehe ich das als Veranstalter an? Haben wir nicht alle eh schon zu viel zu tun mit Orga-Kram? Und jetzt sollen wir auch noch beim Eventmarketing Content produzieren? Wie so vieles im Leben ist auch dies eine Frage der vernünftigen Planung und der Technik.

Folgende 7 Schritte helfen dabei, den Elefanten „Content Marketing“ in verdaubare Häppchen zu zerlegen:

1. Wen will ich konkret erreichen? Charakterisieren Sie Personas, um sich besser in potenzielle Teilnehmer hineinversetzen zu können und in die Themen, die sie wirklich interessieren. Was sind die fünf Fragen, die Ihre Kunden tatsächlich bewegen?

2. Ziele: Was will ich erreichen? Mehr Tickets verkaufen? Gut, aber dann muss genau dieses Ziel auch konkret formuliert werden. Dazu muss es dann möglich sein, ohne lange zu suchen von den Content-Plattformen direkt zur Registrierung zu gelangen (Direct Links, Buttons). Das Schöne ist: Im Web kann ich den Erfolg meiner Content-Angebote (Conversions) direkt messen und sehe, welche Angebote gut konvertieren und welche nicht! Redaktionsplanung: Im Vorfeld einer Veranstaltung ziehen andere Inhalte als während oder nach den Events. Eine vorausschauende Planung von spannenden Inhalten vermeidet Stress.

3. Content Creation: Brauche ich unbedingt teure Agenturen, um gute Headlines, visuell ansprechende Grafiken und Bewegtbild zu erstellen? Gottlob sind diese Zeiten vorbei, es gibt eine Vielzahl an kostenlosen und nützlichen Tools hierfür.

4. Reichweitensteigerung und SEO: Auch wenn Google immer schlauer wird – SEO-Basics müssen eingehalten werden, damit meine Inhalte über Suchmaschinen auch gefunden werden können. Das reicht von der mobilen Verfügbarkeit (responsive Design) über Ladezeiten bis hin zu den Meta-Informationen.

5. Content Seeding: Nicht nur soziale Netzwerke, auch die Event-Website, Newsletter oder Tools wie Conferize oder Storify helfen, die Botschaften zu streuen. Aber auch wenn es verlockend ist: Vorsicht bei der Automatisierung von Postings. Jedes Netzwerk hat seine eigenen Gesetze (das ist wie beim DFB-Pokal…), und die gilt es zu beachten. Lieber weniger Netzwerke nutzen, dafür aber richtig. Ganz wichtig dabei: Wer sind die Influencer in Ihrer Branche? Binden Sie diese effektiv ein.

6. Was hat’s gebracht? Welche Inhalte kommen an? Was lerne ich daraus? Nach jedem Event sollte eine Manöverkritik anstehen, welche Maßnahmen die höchste Conversion Rate erzielt haben, welche Informationen am besten geteilt wurden und was man sich das nächste Mal vielleicht sparen kann.

Michael Heipel

Michael Heipel ist Trainer, Sprecher und Berater rund um die Themen Event- und Messemarketing, digitales Marketing und Innovationsmanagement. Er betreibt seit 2010 seinen Event Marketing Blog mit Infos zu Event-Technologie und innovativem Eventmarketing.

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