Eventmarketing

Leadgenerierung mit Events Teil 2: Chancen des Community Building

Bettina Knauer

Wie Sie im ersten Artikel unserer Blogreihe „Leadgenerierung durch Events“ erfahren haben, sind Veranstaltungen eine hervorragende Möglichkeit für Unternehmen, potenzielle Kunden zu gewinnen. Eine wertvolle Quelle treuer und neuer Kunden sind Communities. In diesen sind das Engagement sowie die Bereitschaft zur Eventteilnahme oftmals sehr hoch. Das liegt zum einen an den Gemeinsamkeiten, die Communities aufweisen und zum anderen an den glaubwürdigen Multiplikatoren, die Sie darüber erreichen. Diese sind meist seit langer Zeit dabei und sorgen beinah automatisch für ein gutes Empfehlungsmarketing Ihrer Produkte und Events.

Doch eine Community rund um Ihr Event oder Ihre Angebote entsteht in den wenigsten Fällen von allein. Wie Sie erfolgreich eine Community aufbauen und als Quelle für hochwertige Leads nutzen können, erfahren Sie in diesem Blogartikel.
 

Was ist Community Building?

Unter Community Building versteht man den aktiven Aufbau und die langjährige Pflege einer Gruppe von Personen rund um ein gemeinsames Thema oder eine Marke. In solch einer Gruppe sind die Mitglieder untereinander stark vernetzt und teilen gemeinsame Interessen oder Einstellungen. Sowohl Online-Gruppen auf Social Media oder in Karrierenetzwerken wie XING als auch Offline-Communities kennzeichnen sich dadurch, dass sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen. Ein gedanklicher Austausch oder eine einfache Frage in die Runde gehören zum A und O in Communities.

Eventveranstalter versuchen zwar häufig, Menschen miteinander zu vernetzen, doch gelingt solch ein Vorhaben aufgrund des Event-Settings oder der Vielzahl von Eventteilnehmern manchmal nur bedingt. Wollen Sie, dass rund um Ihr Event und um Ihre Angebote eine echte Community entsteht, müssen Sie jene strategisch und aktiv aufbauen. Diese Aktivitäten sind meist zwischen der Mitte und dem tieferen Teil des Marketing Funnel anzusiedeln, auf den wir im ersten Artikel unserer Blogreihe eingegangen sind.

Der Aufbau von Loyalität zu Ihrer Marke und Ihrem Event steht dabei im Vordergrund. Das bedeutet, dass Community Building nicht dem sofortigen Neukunden-Gewinn dient. Vielmehr geht es um einen langfristigen Aufbau und das nachhaltige Wachstum.

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Wie bauen Sie eine Community auf?

Gleich vorweg: Der Aufbau einer Community braucht Zeit, Geduld und eine strategische Vorgehensweise. Ad hoc lassen sich kaum Communities aufbauen, doch mit den folgenden Tipps und einem langfristigen Engagement wird es Ihnen gelingen. Denken Sie dabei in fünf Schritten:

  1. Mitglieder gewinnen
  2. Mitglieder beteiligen
  3. Mitglieder binden
  4. Mitglieder begeistern
  5. Mitglieder integrieren

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Wie eingangs schon erwähnt, sind Communities durch Gemeinsamkeiten gekennzeichnet. Das können zum Beispiel eine gemeinsame (Fach-)Sprache, gemeinsame Branchen oder Berufsbilder, Ziele, Erlebnisse oder Interessen sein. So weisen XING Gruppen häufig thematische oder regionale Gemeinsamkeiten auf.

Bieten Sie beispielsweise ein „Nischenprodukt“ an, wie Consulting für Agile Coaches, dann starten Sie mit einer Gruppe für Agile Coaches und versammeln Sie genau die richtige Zielgruppe um sich. Ist Ihr „Einzugsgebiet“ vor allem auf eine bestimmte Region ausgerichtet, sind regionale Communities die vielversprechendere Wahl.

Community Building auf XING: Lokale Gruppe und Online-Gruppen
Lokale Gruppen und Online-Gruppen auf XING – werden auch Sie „Gruppengründer“!

Signifikante Größe und Relevanz

Für eine Community sind zum einen eine gewisse Größe und zum anderen regelmäßig stattfindende Community-Events von Vorteil. Durch die Größe wird die Community auch für Neumitglieder attraktiv während Mitglieder auf Events ihre Verbindungen untereinander pflegen und ausbauen. Die Events können in größeren oder kleineren Abständen stattfinden; Hauptsache es gibt eine gewisse Regelmäßigkeit. Denken Sie darüber nach, eine Community aufzubauen, sind regelmäßige Events dafür eine hervorragende Möglichkeit.

Events versus Gruppen

Der Unterschied zwischen einer Eventteilnahme und dem Beitritt einer Gruppe liegt in der beabsichtigten Dauer der jeweiligen „Teilnahme“. Zu einer Gruppe beispielsweise auf XING treten Interessenten bei, weil sie sich dort langfristigen Austausch erhoffen. An einem Event können sie einmalig teilnehmen. Dabei bleibt völlig offen, ob sie mehrfach und über einen längeren Zeitraum wiederkehren werden.

Wer langfristig eine Quelle für hochwertige Leads sucht, für den sind auch aus diesem Grunde Communities spannend.

Ein Ort für die Nicht-Event-Saison

Messen oder Tagungen finden an wenigen Tagen im Jahr statt. Und auch begleitende Plattformen wie Event-Apps haben nur während des Events eine hohe Relevanz und Userfrequenz. Schon bald nach Event-Ende wird es dort sehr still. Im Gegensatz dazu tauschen sich die Mitglieder einer Community auch in der Zeit zwischen den Events aus. Darüber hinaus freuen sich Eventteilnehmer, wenn sie sich nach beziehungsweise bis zum nächsten Event in Communities treffen und so ihre Event-Kontakte pflegen können. Machen Sie daher direkt auf Ihrer Veranstaltung auf die Community aufmerksam und umgekehrt.

Der Community Manager und das Engagement

Egal ob in Vollzeit oder nur für wenige Stunden Sie brauchen jemanden, der die Community aktiv pflegt. Am besten eignet sich eine Person, die sich mit der Community identifizieren kann. Denn die Mitglieder haben ein feines Gespür dafür, wer authentisch und mit Begeisterung in seiner Community agiert.

Der Community Manager animiert daneben zur aktiven Teilnahme. Anreize können exklusive Inhalte sein, die die Gruppenmitglieder sonst an keiner Stelle erhalten. Besonders aktive Beitragenden können zudem für Ihr Engagement belohnt werden – vielleicht mit einer kostenfreien Eventteilnahme?

Passiv konsumieren oder aktiv gestalten

Menschen wollen sich austauschen – erst recht in Communities. Die Chance, dass Eventteilnehmer sich ebenfalls an einer beziehungsweise Ihrer Community beteiligen wollen, steigt, sobald sie sich auf dem Event aktiv einbringen konnten. Wer daher auf interaktive Eventformate statt der klassischen Frontalvorträge setzt, sorgt so zum einen neben einer lebendigen Veranstaltung zugleich für aktiven Community-Aufbau. Zudem bringen sich Mitglieder einer Community auf Events aktiver ein – schließlich kennt man sich bereits und dadurch ist die Hemmschwelle des Mitmachens niedriger. 

Gründe für die Mitgliedschaft in einer Community

Die meisten Eventveranstalter zeigen auf ihren Marketing-Materialen klar und deutlich auf, „Warum Sie unbedingt dabei sein müssen”. Allerdings kommunizieren sie wesentlich seltener, warum ihre Zielgruppe auch Teil ihrer Community werden sollte. Wer dies klar formuliert und zuvor strategisch durchdacht hat, hat die besseren Chancen auf eine treue Gemeinde. Nehmen Sie sich daher auch Zeit für die Community-Strategie.

Storytelling

Ticketverkäufe für Events sind nur punktuelle Kontakte zu Ihrer Zielgruppe. Wer eine Community aufbauen möchte, braucht einen konstanten Austausch mit dieser. Die Bindung und den Kontakt können Sie beispielsweise über Newsletter, Blogs, Podcasts, Videocasts und vieles mehr aufrechterhalten. So bleiben Sie auch abseits vom reinen Ticketverkauf oder Produktverkauf mit Ihrer Community im Gespräch bleiben und sorgen für hochwertige Leads.

Die Community der Organisatoren

Haben Sie schon einmal daran gedacht, sich als Event-Organisator ebenfalls Communities anzuschließen oder eine zu gründen? In diesen profitieren Sie selbst von dem Austausch mit anderen Veranstaltern, erhalten Anregungen für Ihre Events und finden neue Akteure Ihre Veranstaltungen – von spannenden Rednern bis hin zu Dienstleistern für die Umsetzung. Schauen Sie beispielsweise in unserer XING Gruppe für Veranstalter vorbei.

Pflegen Sie Ihre Community

Egal ob online und offline – pflegen Sie Ihre Community. Können Sie diese aufgrund von Versammlungsverboten derzeit nicht zu Ihren physischen Events einladen, halten Sie den Kontakt mithilfe von digitalen oder hybriden Events und wertvollen Content. Zeigen Sie Sichtbarkeit und bleiben Sie mit und bei Ihrer Community im Gespräch.

Fazit

Communities sind eine wertvolle Quelle für die Generierung von Leads. Das Engagement ist hoch, die Treue zur Gemeinschaft ebenfalls. Damit Sie eine Community aufbauen können, brauchen Sie strategische Überlegungen, Zeit, Geduld und viel Engagement. Doch der Aufwand ist es wert, wollen Sie langfristig mit Ihren bestehenden und potenziellen Kunden im Kontakt bleiben. Im nächsten Teil der Serie erklären wir Ihnen, warum Leadgenerierung über die Online-Eventvermarktung und -Registrierung besonders gut funktioniert.

Gründen Sie noch heute Ihre eigene Gruppe!

Bettina Knauer Content Marketing & PR Managerin, XING Events

Ihre ersten Schritte in der Kommunikation machte Bettina vor rund sieben Jahren - damals als Studentin der Politik und Soziologie. Marketing und Corporate Communications ließen sie nicht mehr los und führten sie zunächst für den Master nach Leipzig, bevor sie beruflich in München landete. Seit 2019 verbindet sie ihre Leidenschaft für gute Inhalte, Unternehmenspositionierung und digitale Kanäle bei XING Events, wo sie Content Marketing und PR verantwortet.

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