Seminarplanung

Von No-Show zu Must-Go: Wie Sie das optimale Seminar entwerfen

Rebecca Loeks

Ein Seminar soll vor allem eines: Den Teilnehmern relevante Lerninhalte auf verständliche Art und Weise vermitteln. Dadurch kann Ihre Seminarplanung auch schnell in einer „One-Man-Show“ enden. Mit unseren Tipps binden Sie Ihr Publikum aktiv ein ohne, dass der Bildungs- oder Unterhaltungsfaktor zu kurz kommt.

1: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Bei einem Seminarvortrag ist wichtig, das Publikum mit einzubeziehen und für hohe Aufmerksamkeit bei den Zuhörern zu sorgen. Eine gute Vorbereitung ist somit essentiell. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit dafür. Neben der optimalen Aufbereitung Ihrer Inhalte sollten Sie sich auch auf Ihr Publikum selbst vorbereiten. Wenn Sie die Zielgruppe gut kennen, können Sie Ihr Material und Ihren Vortrag dementsprechend ausrichten. So werden Sie die Zuhörer nicht langweilen, geschweige denn in fragende Gesichter schauen.

Auch das Proben des Vortrags gehört zur Vorbereitungsphase. Viele Sprecher lassen diesen wichtigen Punkt außer Acht. Er kann jedoch sehr hilfreich sein, um Sicherheit und Selbstbewusstsein auszustrahlen. Wenn dennoch die ein oder andere schwierige Frage gestellt wird, reagieren Sie gleich viel gelassener.

2: So gelingt Ihnen der Einstieg

Beginnen Sie Ihren Vortrag nicht direkt damit, die ersten Informationen aufzulisten. Erklären Sie den Ablauf und das Vorgehen des Seminars. Jedes Seminar sollte mit einer Begrüßung und einer ganz kurzen Vorstellung Ihrer Person beginnen.

Leiten Sie Ihren Vortrag dann doch einmal mit einer Anekdote aus Ihrem Alltag ein. Oder setzen Sie einen Trigger, indem Sie direkt zu Beginn eine Frage stellen, dessen Antwort Sie erst im späteren Verlauf verlangen. Auf diese Weise bauen Sie einen Spannungsbogen auf. Konnte das Publikum diese Details ausfindig machen, Ihre Frage beantworten oder sich später noch an die Anekdote vom Beginn erinnern?

XING Events Lesetipp: Schon einmal daran gedacht, ein Webinar zu veranstalten? Mit unseren Tipps gelingt das Ihnen im Handumdrehen.

3: Bringen Sie Abwechslung ins Spiel

Wie bereits erwähnt kann ein Seminar schnell durch Frontalbeschallung gekennzeichnet sein. Doch dabei sollen die Teilnehmer Lösungswege gemeinsam und interaktiv erarbeiten. Sie können beispielsweise einen Ball oder ähnliches benutzen und durch Ihr Publikum reichen. So beziehen Sie sämtliche Teilnehmer ein, schaffen eine lockere Atmosphäre und sorgen für Dynamik im Publikum! Und wer weiß: Vielleicht motivieren Sie auch diejenigen, die sich sonst eventuell zurückgehalten hätten. Aber Vorsicht: Auch hier sollen Sie sich nicht in endlose Dialoge verwickeln lassen. Häufig langweilt das die anderen Teilnehmer.

Um das Seminar praxisorientiert und abwechslungsreich zu halten, können Sie auch unterschiedliche Workshop-Methoden anwenden. Diese sorgen dafür, dass sich die Teilnehmer untereinander austauschen, kennenlernen und die gelernten Inhalte besser behalten:

Diskussion von 3-5 zentralen Thesen vor Fachvorträgen

Bei dieser Methode verraten Sie bereits vorab einige Thesen aus Ihrem Vortrag. Die Teilnehmer diskutieren dann darüber, mit welcher der Thesen sie am wenigsten übereinstimmen und geben Rückmeldung per Handzeichen. Diese Methode erhöht besonders die Aufmerksamkeit für die anschließende Präsentation und gibt Anregungen für Diskussionen. Außerdem erhalten Sie Aufschluss darüber, welche Themen für das Publikum besonders relevant sind und können diese intensiver behandeln.

World-Café

Diese Methode eignet sich besonders dafür, die Kreativität der Teilnehmer zu fördern und ihren Wissensaustausch zu unterstützen. Kleine Gruppen von ca. fünf Personen tauschen sich zu einer Fragestellung aus oder erarbeiten gemeinsame Lösungsansätze.  Nach jeweils 30 Minuten wechseln die Teilnehmer an den nächsten Tisch und führen die Diskussionen dort fort. Der gemeinsame Ideenaustausch zwischen allen Beteiligten schließt diese Methode dann ab.

4: Ohne Medien, ohne mich!

Multimedialität lockert Ihr Seminar auf. Visuelle Mittel helfen dabei, die Aufmerksamkeit Ihrer Teilnehmer nach kurzen Workshop-Sessions etc. wiederzugewinnen. Versuchen Sie Ihren Vortrag durch Bilder, Grafiken, Statistiken oder Videos aufzulockern. Kurze Videos sind außerdem auch für Sie als Sprecher hilfreich, da Sie die Laufzeit nutzen können, um Ihre Notizen noch einmal durchzugehen.

Außerdem können Sie zum Abschluss des Seminars das Wissen Ihrer Teilnehmer auf die Probe stellen. Und zwar mit einem browserbasierten Quiz. Dafür müssen die Teilnehmer lediglich per Code auf einer URL einloggen. Auf dieser Seite konnten Sie vorher bestimmte Fragen hochladen. Diese durchlaufen die Teilnehmer dann Frage um Frage.  Was den Ehrgeiz zusätzlich anregt: Nach jeder Frage wird dem Teilnehmer die aktuellste Rangliste angezeigt. Es gilt also, nicht nur ordentlich sondern auch schnell zu sein.


Fazit: Mit einigen kleinen Kniffen gestalten Sie Ihr Seminar nicht nur lehrreich, sondern auch interaktiv. Denn wenn man Spaß am Lernen hat, bleiben die Inhalte gleich viel länger im Gedächtnis. Wenn Sie mit dieser Einstellung Ihr nächstes Seminar entwerfen, werden Ihre Teilnehmer sich garantiert nicht das letzte Mal zu Ihren Events anmelden.

Rebecca Loeks

Als frisch gebackene Online Redakteurin sorgt Rebecca Loeks bei XING Events für wortgewandte Unterstützung. Ihre berufliche Leidenschaft führte sie nach München, wo sie sich nun voll und ganz dem Content-Marketing verschreibt.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Close

XING Events logo download

Laden Sie unser Logo-Kit herunter

Schnappen Sie sich die ZIP-Datei mit unserem Logo.

Close