Virtuelle Events

Das Event-Jahr 2020 klingt virtuell aus – 10 Dezember-Highlights

Im Dezember finden traditionell weniger B2B-Events und dafür umso mehr Weihnachtsfeiern, Silvesterläufe und Silvesterpartys statt. So auch 2020 – nur eben virtuell. Das spiegelt sich auch in unserem Dezember-Rückblick, in dem wir uns sowohl die Online-Events für die Eventbranche angeschaut haben als auch einen Blick auf die Silvesterpartys und -läufe am Jahresende werfen.

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TechXperience

Am 1. Dezember ging die digitale TechXperience, die EventTech-Konferenz zum Anfassen, an den Start und öffnete ihre virtuellen Pforten. Als Event für Eventprofis stand auch sie im Zeichen der Corona-Krise und bot Informationen rund um digitale und hybride Veranstaltungsformate, passende IT-Lösungsanbieter sowie einen Überblick über technische Innovationen.

Unter dem Motto „Monetarisierung von Hybrid- und Digital-Events“ lockte die rein digitale Variante der TechXperience deutlich mehr Teilnehmer·innen als je zuvor an. Im Mittelpunkt standen Fachvorträge, Workshops und Diskussionsrunden rund die Kosten von Online-Events, 3D-Welten, Rechtsfragen im digitalen Raum, digitale Tools für Teilnehmerengagement, Live-Streaming und vieles mehr. Die Teilnahme am Online-Event war kostenfrei und bei Buchung des Premium-Paketes erhielten die Teilnehmer·innen Zugang zu den Aufzeichnungen sowie ein Genusspaket vom Cateringpartner Kaiserschote. Darüber hinaus konnten die Besucher·innen das Fotomosaik-Tool von click it kennenlernen und sich daran beteiligen.

XING Events Lesetipp: Vom Onsite-Catering zur Remote-Verpflegung bei Online-Events

Digital and Innovation Day

Die Premiere des ersten virtuellen Digital and Innovation Day vom GCB German Convention Bureau fand am 4. Dezember im neuen GCB Virtual Venue statt und bot rund 150 Teilnehmer·innen aus ganz Deutschland eine Austauschmöglichkeit rund um digitale und hybride Events. Dabei gingen Expert·innen auf die aktuellen Entwicklungen in der MICE-Branche ein, offenen Fragen auf den Grund und gaben den Teilnehmer·innen praktische Tipps für ihren Arbeitsalltag an die Hand.

Ursprünglich als hybrides Format geplant, wurde der #DigiDay20 live aus dem darmstadtium in Darmstadt gestreamt. Im Fokus standen Themen wie agiles Innovations- und Eventmanagement, User Engagement und die User Experience hybrider Events, ihre Erfolgsmessung, die Lösung technischer Herausforderungen sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz und die Rolle von Daten. Ein Fazit des Veranstalters: „Persönlicher Austausch funktioniert auch remote”. Dass dies gelingen konnte, lag unter anderem an insgesamt acht exklusiven Meet the Experts-Sessions, bei denen sich die Teilnehmer·innen in kleinen Gruppen direkt mit den Expert·innen austauschen konnten. Wer den #DigiDay20 verpasst hat, kann sich die Aufzeichnungen im Nachgang anschauen – für nur 19,00 Euro zzgl. MwSt.

Teaser zum DigiDay 2020

Chaos Communication Congress

Der Chaos Communication Congress ist ein mehrtägiges Treffen der internationalen Hackerszene, das der Chaos Computer Club (CCC) jährlich zwischen Weihnachten und Neujahr ausrichtet und organisiert. So wie nahezu alle Events im Dezember wanderte auch dieses ins Internet. Trotz des enormen Know-hows rund um digitale Welten und Computercodes war eine rein virtuelle Variante auch für die Organisatoren des CCC Neuland. Virtuelles Schlangestehen und Probleme mit der Streaming-Plattform waren die mittlerweile nur allzu bekannte Folge.

Der Deutsche Marketing Preis

Auch Preisverleihungen wanderten 2020 ins Internet – so wie der Deutsche Marketing Preis, der jährlich vom Deutschen Marketing Verband ausgeschrieben wird. Der wichtigste Gradmesser für herausragende Leistungen im Marketing fand in diesem Jahr in seiner 47. Ausgabe als rein virtuelle Veranstaltung statt. Nach einer Online-Bewertung der eingereichten Marketing Cases konnten am 3. Dezember die Top 10-Kandidaten ihre Cases per Live-Schaltung präsentieren. Im Anschluss an die Pitches daran tagte eine 27-köpfige Jury.

Der Gewinner des Deutschen Marketing Preises 2020 wurden noch am gleichen Tag ab 18 Uhr via Live-Stream bekanntgegeben und über alle Plattformen des Deutschen Marketing Verbandes ausgestrahlt. Sieger ist in diesem Jahr übrigens About You. Wer den Livestream am 3.12. verpasst hat, kann sich die Preisverleihung in voller Länge noch einmal ansehen. 

WindEnergy Hamburg

Die Premiere der virtuellen WindEnergy Hamburg brachte vom 1. bis 4. Dezember die globale Windbranche zusammen. Aus drei TV-Studios in Brüssel, Shoreham Port und Hamburg sendeten an vier Tagen Expert·innen insgesamt 35 Stunden lang und erreichten mit rund 70 Programmbeiträgen Teilnehmer·innen in 100 Ländern. An vier Tage WindTV lockten hochrangige Redner·innen rund 40.000 Expert·innen aus aller Welt in unterschiedlichste Formate: Podiumsdiskussionen, Dokumentationen, Nachrichten, Interviews, Gesprächsrunden und sowie Unterhaltung. Dabei war die WindEnergy Hamburg 2020 die erste globale digitale Veranstaltung der Windenergie-Branche. Der Veranstalter resümiert: „Auch wenn noch nicht alles reibungslos funktioniert hat, war die WindEnergy Hamburg auch digital ein Erfolg. Vor allem freuen wir uns auf die WindEnergy Hamburg im September 2022 in unseren Hallen.“

Teaser zur virtuellen WindEnergy Hamburg

Zahlreiche virtuelle Silvester- und Neujahrskonzerte

Die allermeisten verbrachten den Jahreswechsel 2020/2021 pandemiebedingt in den eigenen vier Wänden. Deshalb streamten viele Veranstalter·innen ihre Pop-, Rock- und Klassikkonzerte direkt in die Wohnzimmer der Feiernden. Mit dabei waren unter anderem die Wiener Philharmoniker, die Symphoniker Hamburg und die Berliner Philharmoniker. Manch einer streamte am Silvestertag bereits ab 9 Uhr, so präsentierte zum Beispiel die Deutsche Welle Auftritte von Avicii, Apocalyptica und vielen anderen. Als kostenpflichtige On-Demand-Variante konnten Fans der legendären Rockband KISS das Jahres-Abschiedskonzert in Dubai erleben. Ebenfalls musikalisch beendete YouTube das Jahr und wünschte Pop-und Dance-Liebhaber·innen mit dem kostenfreien Livestream „Hello 2021“ einen guten Rutsch ins neue Jahr. Die weltweit verbreitete Plattform bot dabei separate Streams für Amerika, Großbritannien, Indien, Korea und Japan an. Stars wie Kylie Minogue, David Guetta, Justin Bieber und Jean-Michel Jarre boten ebenfalls ein musikalisches Highlight zum Abschied von 2020.

Stream des amerikanischen „Hello 2021“ Konzerts von YouTube

Tomorrowland zum Jahreswechsel

Auch die zweite Ausgabe des virtuellen Tomorrowlands beeindruckte erneut mit spektakulären 3D-Welten und zahlreichen Effekten. Wer sich einen Eindruck von der Atmosphäre des beeindruckenden Musikfestivals verschaffen wollte, konnte sich einen musikalischen Preview auf YouTube ansehen. Mehr gab es dann auf der eigens errichteten Website tomorrowland.com auf der 3D-Plattform NAOZ. Die Aufzeichnungen gibt es für 12,50 Euro.

Hier ein paar beeindruckende Zahlen des Musikfestivals im 3D-Raum:

  • 28 DJs traten auf.
  • Das Event wurde in 27 Zeitzonen übertragen.
  • Mehr als 200 Mitarbeiter·innen arbeiteten in 32.000 Stunden für das Online-Event.
  • 950.000 virtuelle Festivalgäste aus 193 verschiedenen Ländern wurden in das Event eingebaut.
  • Die Wände der beiden Greenscreen-Studios waren sechs Meter hoch und etwa acht Meter breit.
  • 17 4K Ultra-HD-Kameras und 152 virtuelle Kameras wurden installiert.
  • 160 Stunden wurden aufgenommen und bearbeitet.
  • 120 Rechner und 30 Rendering-Maschinen waren in mehr als 1.000 Rendering-Stunden im Einsatz.
  • Es gab 1.200 virtuelle Feuerwerke, 2.750 virtuelle Lichter und 184 virtuelle Laser.
Teaser zur Tomorrowland Silvester-Party

Virtuelle Kulturadventskalender

Im Dezember gab es eine Reihe virtueller Kulturadventskalender, die täglich unterschiedlichste Künstler·innen in verschiedenen Regionen in Deutschland auf Online-Bühnen brachten. Zufrieden mit der Resonanz waren unter anderem die Organisationsteams aus den Städten Löhne und Bad Oeynhausen. Sie zeigten sich vor allem begeistert vom Erfolg beim Ticketverkauf und damit der Hilfe für die Künstler. Besonders beliebt war die Flatrate für den gesamten Kalender. Auch Spenden an die Künstler·innen hat es gegeben. Insgesamt wurden beim digitalen Kulturadventskalender vom Organisationsteam #SheDoesFuture 13.000 Euro eingespielt. Ein Erfolg, der zeigt, dass auch Online-Events ihr Geld wert sind.

Charity-Festival #lauterwerden

Da Konzerte, Festivals, Messen oder andere Veranstaltungen 2020 kaum stattfinden konnten und gerade Künstler·innen und viele Dienstleister·innen der Veranstaltungsbranche unter Umsatzeinbrüchen leiden, initiierte der Veranstalter Live Nation das digitale Charity-Festival #lauterwerden. Wer den Betroffenen wie Techniker·innen, Aufbauhelfer·innen, Bühnenbauer·innen, Caterer, Ordner·innen, Bus- und Lkw-Fahrer·innen helfen wollte, konnte sich beteiligen oder einen individuellen Betrag spenden. Auch die Initiative „Ohne Kunst und Kultur wird’s still" unterstützte die Aktion. Am 12. und am 13. Dezember war es dann soweit und das digitale Charity-Festival öffnete seine Pforten. Mit dabei waren Stars wie Die Fantastischen Vier, Joy Denalane, Adel Tawil, Fritz Kalkbrenner, The BossHoss oder Peter Maffay. Exklusiver Livestream-Partner des Online-Events war die Telekom, die außerdem 250.000 Euro spendete. Der gesamte Erlös des Festivals von über einer halben Million Euro ging an Crew Nation, eine wohltätige Initiative von Live Nation, die die Einnahmen anschließend an Soloselbstständige und Crews der Live-Veranstaltungsbranche verteilte.

Virtuelle Silvesterläufe

Eine Tradition für Tausende Laufsportfreunde in Deutschland und weltweit: Den letzten Tag des Jahres mit einer Teilnahme an einem der zahlreichen Silvesterläufe beenden. Doch auch diese Tradition konnte 2020 nicht in gewohnter Form stattfinden. Das brachte zum Jahresende Organisationsteams auf die Idee, die traditionsreichen Massenveranstaltungen in Individualläufe und dann online zu einem großen Ganzen umzuwandeln. Fotos und Eindrücke der Silversterläufe können die Teilnehmer·innen anschließend in den sozialen Netzwerken unter zuvor festgelegten Hashtags teilen. Manch ein·e Veranstalter·in richtete zudem eine Gruppe in einem sozialen Netzwerk oder auf dem Läuferportal STRAVA ein und veröffentlichte dort die Bestenlisten.

Fazit

Was sich Anfang des Jahres 2020 noch als futuristische und niemals umsetzbare Idee angehört hätte, wurde Ende des 2020 tatsächlich möglich und umgesetzt: virtuelle Weihnachtsfeiern, virtuelle Silvesterpartys und -läufe. Dabei zeigte sich wieder einmal, dass sich auch Feiern online umsetzen und dafür sogar Einnahmen generieren lassen. Allerdings sollten Eventveranstalter·innen unbedingt die Stabilität des Livestreams und der Event-Plattformen sicherstellen – über zuverlässige Anbieter·innen und über Backup-Pläne.

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Bettina Strohm-Knauer Senior Content Marketing & PR Managerin, XING Events

Ihre ersten Schritte in der Kommunikation machte Bettina vor rund acht Jahren - damals als Studentin der Politik und Soziologie. Marketing und Corporate Communications ließen sie nicht mehr los und führten sie zunächst für den Master nach Leipzig, bevor sie beruflich in München landete. Seit 2019 verbindet sie ihre Leidenschaft für gute Inhalte, Unternehmenspositionierung und digitale Kanäle bei XING Events, wo sie Content Marketing und PR verantwortet.

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