Virtuelle Events

Wie Online-Training und virtuelle Weiterbildung funktionieren können

Bettina Knauer

next level consulting hat sich als Komplettanbieter für Projektmanagement, Prozessmanagement und Change-Management auf Dienstleitungen zu Training, Beratung, Coaching und Management auf Zeit spezialisiert.

Ein zentraler Bestandteil des Leistungsspektrums ist die Aus- und Weiterbildung. Mit über 75 Kursen und maßgeschneiderte Inhouse-Schulungen für Organisationen aller Branchen bietet next level consulting ein breites Programm. Von der Basis-Ausbildung bis zum ganzheitlichen, mehrjährigen Entwicklungsprogramm.

Da im Moment keine Onsite-Trainings stattfinden können, hat auch next level consulting auf online umgestellt. Das heißt, Schulungspakete mussten komplett angepasst und Wissensvermittlung neu organisiert werden.

Wie das am besten funktioniert, darüber haben wir mit Katharina Heger von next level consulting gesprochen.

Katharina Heger zu Online-Trainings: Zwei Tage von 9 bis 17 Uhr im Online-Training zu sein wäre unmöglich. Die Interaktion über den Computer kostet mehr Energie.

Hallo Frau Heger, schön, dass Sie sich Zeit für unser Interview genommen haben. Starten wir zu Beginn mit einer kurzen Vorstellung. Was muss man über Sie wissen?

Ich bin im Prinzip seit 1999 im Projekt- und Prozessmanagement tätig: Seit 2008 als Senior Consultant bei next level consulting in beratender Form, zuvor 10 Jahre im operativen Bereich. So kommen einige Kund*innen und Trainings zusammen:

  • Über 50 Kund*innen in mehr als 10 Ländern
  • Über 1.000 Beratungs- und Trainingstage
  • Über 500 Menschen in ihrer Weiterentwicklung begleitet
  • Über 150 Weiterbildungstage im Berufsleben mit 6 Zertifizierungen
  • Über 15 Trainingsprodukte in englischer und deutscher Sprache

Auch Ihr Business ist stark von der aktuellen Situation betroffen. Wie gehen Sie damit um?

Die next level consulting hat sofort damit begonnen, sich auf die neue Situation ein zu stellen und bereits am 16. März die Digital Academy gegründet. Wir haben eingängige Online-Lernstrecken entwickelt und die Prototypen intern getestet, reflektiert und weiterentwickelt. Wir sind derzeit bei 16 digitalen Trainingsprodukten und Coachingangeboten im Bereich Projekt-, Prozess- und Change-Management sowie New Work.

Die Lernstrecken bestehen aus Live-Webinare, die auch aufgezeichnet werden und jederzeit abgerufen werden können. Zusätzlich bieten wir eine E-Learning Plattform an, die selbstorganisiertes und eigenverantwortliches Lernen zu jeder Zeit möglich macht. Das bietet viel Flexibilität, die Eigenmotivation des Einzelnen ist dabei essenziell.

Die Lernformate, die ich persönlich im Fokus habe, sind Digital Leadership und Virtual Collaboration & Communication. Beide Themen sind in Zeiten von Home-Office, Ausgangsbeschränkungen beziehungsweise neuen Arbeitswelten besonders gefragt.

Können Sie Ihre Workshops und Schulungen 1:1 in den digitalen Raum übertragen? Was klappt gut, was muss angepasst werden?

Nein, das geht gar nicht. Zwei Tage von 9 bis 17 Uhr im Online-Training zu sein wäre unmenschlich. Die Interaktion mit Menschen über den Computer kostet uns mehr Energie. Wir sehen nur einen kleinen Bildausschnitt unseres Gegenübers. Das Hirn versucht fehlende Informationen wie Gestik oder Mimik zu rekonstruieren, was enorm anstrengend ist. Hierzu kann ich übrigens ein spannendes Interview mit dem Neurobiologen Dr. Bernd Hufnagl zum Digitalen Lernen empfehlen.

Ich versuche die Lerninhalte in 45- bis 90-minütigen Einheiten zu vermitteln. Wenn man eine größere Pause einlegt, eine echte Bildschirmpause, sind weitere 45 bis 90 Minuten möglich. Wichtig dabei ist der Aufbau der Lerneinheit. Zum Einstieg stelle ich die Frage ‚warum sind sie hier?‘ und versuche den Sinn und Zwecks des Trainings zu vermitteln.  Wenn die Teilnehmer das Gefühl haben, hier kann ich etwas lernen oder bekomme ein Problem gelöst, erst dann sind sie dabei und bereit zu lernen.

Trainings kommt für gewöhnlich die „Klassenraum-Situation“ zu gute. Teilnehmer haben direkten Zugriff auf den Trainer, dieser steht für Fragen zur Verfügung, moderiert aber auch den Austausch der Teilnehmer untereinander. Kann man diese direkte Interaktion überhaupt digitalisieren?

Ich denke schon. Ich arbeite gerne in Kleingruppen und dabei unterstützt mich die Funktionalität der Breakout Rooms sehr. In diesen Räumen schaffen die Teilnehmer*innen den Lerntransfer anhand von Beispielen aus der Praxis. Ich öffne diese Räume auch für die Vertiefung zwischen den Modulen. Das erhöht die Lernkurve enorm, macht Spaß und schafft Beziehungen untereinander.

Wissensvermittlung und Aufrechterhaltung der Konzentration – sicher zwei Themen, die bei realen Treffen einfacher zu handhaben sind. Wie bewerten Sie die Digitalisierung dieser Punkte?

Wir fühlen uns immer mehr getrieben und sind auf Optimierung getrimmt. Heute fällt es vielen Menschen schwer, sich zu fokussieren und sich einem Thema zu widmen. Ich versuche die Aufmerksamkeit zu erhöhen, indem ich die Lernstrecke (auch digital) praxisnah gestalte und gemeinsam mit den Teilnehmer*innen Nutzen für ihre Lebenswelt entfalte. So kann Konzentration auch online gelingen.

Seminare, Schulungen, Trainings… Themen, die auch viele unserer Kunden beschäftigen. Haben Sie Top-Tipps für die digitale Umsetzung?

Ein Technik Check vor dem Training stellt sicher, dass Sie im ersten Modul durchstarten können. Ein gutes Warm-up am Anfang und die Basis schaffen für eine gute Zusammenarbeit sind zudem besonders wichtig. Ich biete Räume für Reflektion und Verbesserung nach jeder Lerneinheit.

Dabei habe auch ich in den letzten Wochen eine steile Lernkurve hingelegt – aber es gibt immer ‚room for improvement‘ – und das macht die Online-Welt für mich spannend und interessant!

Vielen Dank für die spannenden Einblicke, Frau Heger.

Auch Sie möchten Ihre Trainings, Seminare oder Weiterbildungen digitalisieren? Ein weiteres Best Practice finden Sie in unserem Artikel „Online-Events in Lehre und Weiterbildung – ein Beispiel“ Mehr zu den Vorteilen und Herausforderungen bei virtuellen Events lesen Sie unter anderem in unserem Artikel „Virtuelle Events – enormes Potential für Eventveranstalter.“

XING Events Tipp: Mit uns an Ihrer Seite wird Ihr nächstes Online-Training ein Erfolg!

Wir bieten Ihnen von der Online-Registrierung über die Vermarktung bis hin zur tatsächlichen Umsetzung und Analyse ein Rundum-sorglos-Paket:

  • Nutzen Sie beispielsweise unsere auf dem deutschsprachigen Markt einzigartige und direkte Verknüpfung mit GoToWebinar oder die Anbindung an Zoom – in Kombination mit unserer Online-Registrierung ermöglichen wir Ihnen so die einfache Leadgenerierung oder machen Sie fit für den Ticketverkauf; die digitalen Zugangsdaten versenden wir natürlich per Mail an Ihre Teilnehmer.
  • Profitieren Sie von unserem dreistufigen Konzept für die optimale Vermarktung Ihres Events, möglich dank unserer exklusiven Anbindung an das Business-Netwerk XING – hier erreichen Sie rund 18 Millionen Mitglieder und sprechen mit gezielten Marketing-Maßnahmen genau die richtige Zielgruppe an.
  • Vor und nach Ihrem Training oder Webinar zeigt Ihnen unsere Event-Analyse, wie Ihre Veranstaltung performt – vergleichen Sie Ihr Event mit ähnlichen Veranstaltungen, werten Sie Ihre Marketing-Maßnahmen aus und sorgen Sie so dafür, dass Ihre Ergebnisse am Ende stimmen.

Bettina Knauer Content Marketing & PR Manager, XING Events

Ihre ersten Schritte in der Kommunikation machte Bettina vor rund sieben Jahren - damals als Studentin der Politik und Soziologie. Marketing und Corporate Communications ließen sie nicht mehr los und führten sie zunächst für den Master nach Leipzig, bevor sie beruflich in München landete. Seit 2019 verbindet sie ihre Leidenschaft für gute Inhalte, Unternehmenspositionierung und digitale Kanäle bei XING Events, wo sie Content Marketing und PR verantwortet.

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