BarCamp Health-IT 2017 - IoT in der Medizin: Intelligent vernetzt in der Klinik, zu Hause und unterwegs

organisiert durch Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

KARL STORZ - Besucher- und Schulungszentrum Berlin

Dienstag, 04.07.2017 um 13:00

  • BarCamp Health-IT 2017

    Das Programm des BarCamp Health-IT setzte sich aus 20 spannenden Beiträgen der Teilnehmer zusammen. Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit zwei Impulsvorträgen.


    Gesamtmoderation: Michael Stamm, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

     

    Keynotes

    (K1) Bettina Zielke, Senior Industry Market Development Manager, Microsoft Deutschland GmbH
    Vortrag: Innovation in Health - Der Gesundheit digitale Technologie verschreiben!
     

    (K2) Olaf Dörge, Strategic Global Alliances, Cerner Deutschland 
    Vortrag: Von IoT in der Medizin zum Internet of Medical Thing

     

    Raum A
    Moderation: Larissa Pieper und Tobias Neisecke, Wirtschaftsförderung Land Brandenburg (WFBB)

    (A1) Hr. Marius Greuèl MPH, Pflegewerk Berlin
    Vortrag: BMBF-gefördertes Forschungsprojekt „ROBINA“ - Robotische Systeme zur Unterstützung hochgradig motorisch eingeschränkter Pflegebedürftiger

    Übertragung neuartiger Leichtbau-Robotik-Technologie auf den Bereich technischer Assistenzsysteme für Menschen mit Unterstützungsbedarf.

    Ca. 3 von 100.000 Menschen leiden an der neurodegenerativen Erkrankung ALS, mit z.T. hochgradigen körperlichen Einschränkungen. Im Projekt wird ein sog. Demonstrator (in diesem Fall ein Roboterarm) entwickelt, der insbesondere ALS-Patient/innen bei körperlichen Verrichtungen des Alltags unterstützen soll. Durch den Einsatz des Roboterarms soll den Erkrankten ermöglicht werden, ein höheres Maß an Autonomie (wieder) zu erlangen, als dies mit aktuell verfügbaren Hilfsmitteln möglich ist.

    Das Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren und ist im April 2017 gestartet: Aktuell wird an einer Prozess- und Bedarfsanalyse gearbeitet, um herauszufinden, in welchen Situationen und bei welchen Tätigkeiten der Roboterarm zum Einsatz kommen kann, um den größtmöglichen Nutzen für die Nutzerinnen und Nutzer zu erzeugen.

    Was wird gesucht/angeboten?

    Die Projektbeteiligten wünschen sich Kontakt zu fachlich Interessierten der Intensiv- oder Palliativpflege, zu Pflegestützpunkten, Pflegebratungsstellen und/oder Heil- und Hilfsmittelanbietern.

    https://www.technik-zum-menschen-bringen.de/projekte/robina oder https://www.ambulanzpartner.de/forschungsprojekt-zu-pflegeinnovationen-fuer-menschen-mit-als-des-bundesministeriums-fuer-bildung-und-forschung-mit-ambulanzpartner/
     

    (A2) Gaelle Waltinger
    Vortrag:  Idee zu einer Plattform, die, ausgerichtet an alterstypischen Krankheitsbildern, Informationen und diverse Hilfen insbesondere für pflegende Angehörige, bietet.

    Es gibt eine große Zahl an Online-Angeboten, die pflegende Angehörige in ihrer anspruchsvollen Aufgabe unterstützen sollen und beispielsweise Informationen oder Beratung zu Krankheitsbildern bieten oder das Bestellen von Hilfsmitteln. Diese bieten in der Regel jedoch keine umfassende Unterstützung im Sinne einer umfassenden Begleitung, die alle denkbaren Services in einer Lösung vereinen. So stehen viele Personen vor einem Informationsdschungel, den sie oftmals nur schwer durchblicken können.

    Die Idee ist, genau solch eine umfassende Plattform zu entwickeln, die sich durch folgende drei Ansatzpunkte auszeichnet:

    • Sammlung von Wissen und Informationen insbesondere zu alterstypischen Krankheitsbildern und Phasen/Verläufen von Erkrankungen
    • eine gesammelte Anlaufstelle für sinnvolle Hilfsmittel entsprechend spez. Krankheitsbilder
    • eine Community von Expert/innen, die beratend zur Seite stehen

    Was wird gesucht/angeboten?

    Es handelt sich um eine Idee im Anfangsstadium, für die aktuell noch interessierte Mitstreiter/innen und vor allem fachlicher Input gesucht wird, insbesondere mit Blick auf den Zuschnitt der Geschäftsidee als auch die Entwicklung der Plattform selbst.

     

    (A3) Maciej Piwowarczyk vel Dabrowski, Fraunhofer FOKUS
    Vortrag: Projekt „MeineReha“ – Teleassistenz-System für das Rehabilitationstraining in den eigenen vier Wänden

    Ein System mit Echzeit-Bewegungsanalyse und direktem visuellen Feedback zur Unterstützung bei der Rehabilitation, insbesondere im Bereich der Bewegungstherapie.

    Lange Fahrtzeiten zum Reha-Training oder zu wenig spezialisierte Therapien sind Gründe, weshalb Patient/innen ihre Reha-Therapien vorzeitig abbrechen, mit dem Ergebnis, dass deren positiven Effekte innerhalb kürzester Zeit quasi verpuffen und so den Genesungsprozess verlangsamen oder gar stoppen.  Genau hier setzte das MeineReha-System an. Es ermöglicht Patientinnen und Patienten, außerhalb eines stationären Kontextes, also z.B. im eigenen zu Hause, Bewegungsübungen durchzuführen und dabei direktes Feedback zu kommen (z.B. bei falscher Körperhaltung). Möglich wird dies durch die Kombination einer eigens entwickelten Box mit 3D-Sensoren und einen Bildschirm, auf dem Patient/innen die Übungen sehen und nachahmen können und dabei zugleich analysiert werden, wie bei der Anwesenheit einer echten Anleitungsperson. Darüber hinaus ermöglicht das System die Kommunikation mit Ärztin oder Arzt per Audio- und Videobotschaft und die Visualisierung von Trainingsplänen und Therapieergebnissen.

    Was wird gesucht/angeboten?

    Seit mittlerweile rund 7 Jahren arbeitet das Team des Fraunhofer FOKUS am System MeineReha, mit dem Ziel, dieses stetig weiterzuentwickeln und um neue Funktionen zu erweitern. Genau hierfür bedarf es natürlich aus immer wieder eines Inputs „von Außen“. Das MeineReha-Team sucht daher immer wieder neue Kooperationspartner und Anregungen für eine Erweiterung des Systems, z.B. für weitere Anwendungsbereiche. 

     

    (A4) Anastasya Lebedev & Kai Sostmann, Charité Digital Behavior Change Lab​
    Vortrag:  Die App richtet sich an Kinder mit der seltenen Sichelzellanämie. Diese Kinder müssen regelmäßig Medikamente einnehmen, was allerdings in der Praxis zu oft nicht erfolgt (fehlende Adherence). Bei den Kindern bestehen psychologische, motivatorische und physische Barrieren zur Medikamenteneinnahme, die mittels App-gesteuerter „behaviour change“ Ansätze gelöst und somit die Complience erhöht werden soll.

    In mehreren Workshops wurden entsprechende Konzepte entwickelt, unter anderem kommen Gamification-Elemente und edukative Ansätze zum Einsatz.

    Was wird gesucht/angeboten?

    Die Forschungsgruppe sucht nach weiteren Einsatzfeldern für die App, im Besonderen weitere seltene Erkrankungen im Kindesalter neben der Sichelzellanämie. 

     

    (A5) Monika Wienbeck
    Vortrag: Konzeption einer onkologischen Patienten-App

    Die Diagnose „Krebs“ stellt eine große Umstellung in allen Lebenslagen für den Betroffenen dar. Neben den Belastungen durch die Therapie (Operation, Chemo etc.) spielen oft auch soziale Faktoren (z.B. Jobverlust) eine entscheidende Rolle. Ein häufig beobachtetes Symptom bei Krebspatienten ist die „Fatigue“, ein Erschöpfungszustand einhergehend mit depressiven Episoden. Sport, Bewegung und natürlich soziale Kontakte wären jetzt wichtig- aber wie den Patienten dazu motivieren?! Hierfür möchte Frau Wienbeck eine App entwickeln.

    Sie hat sich bereits bestehende Anwendungen angesehen, diese liefern allerdings vornehmlich medizinische Inhalte, sind „zu akademisch“ und vernachlässigen psycho-soziale Aspekte.

    Was wird gesucht/angeboten?

    Fr. Wienbeck möchte eine App entwickeln, die spezifische Inhalte im Kontext der Krebserkrankung bietet und dabei individualisiert ist und die Emotionen anspricht und berücksichtigt.

    Dafür sucht sie Mitstreiter und Input jeglicher Art.

     

    (A6) Kilian Krug, Plural
    Vortrag:  Plural berichtet von Ihrer Entwicklung eines User Interfaces für Ärzte für das Berliner Startup Ada Health. Dabei war stets „Sehen, denken, navigieren“ das Motto, denn durch das Interface sollte textbasierte Inhalte visuell aufgearbeitet und gewichtet werden, so dass es dem Nutzer eine bessere Entscheidungsgrundlage bitten kann.

     Sie beschäftigten sich intensiv mit mentalen Modellen und medizinischen Diagnoseprozessen. Sie konzipierten ein interaktives Tool, das den Reasoning-Prozess in einem intuitiven Interface so abbildet, dass es den Ärzten sofort vertraut wirkt.

    Was wird gesucht/angeboten?

    Herr Klug möchte das Prinzip des „visuellen Reasoning“ und „konstellativen Interface“ näher bringen und steht gerne für weitere Kundenaufträge bereit.

     

    Raum B
    Moderation: Anne-Caroline Erbstößer, Technologiestiftung Berlin und Inga Bergen, Botschafterin Health Capital

    (B1) Catherine Naujoks, VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
    Vortrag: Fördermaßnahme KMU-innovativ, BMBF

    Forschenden KMU’s soll der Zugang zu Forschungsförderung vereinfacht werden, Themenoffen in 10 Technologiefeldern (Fokus auf Mensch-Technik-Innovation): intelligente Mobilität, Digitale Wirtschaft und Gesellschaft und Gesundes Leben),

    Zugangsvoraussetzungen: KMUs können den Lotsendienst des Projektträgers in Anspruch nehmen, um zu evaluieren, ob das Programm grundsätzlich passt.

    Es werden im Schnitt 3-jährige Projekte zwischen 500k und 1,5 Mio € gefördert. 50% der Zuwendung muss dem beantragenden Unternehmen zugute kommen (nicht beteiligten Instituten), keine Deckelung der förderfähigen Kosten.

    Stichtage für Bewerbungen 15.4. und 15.10., Ideen können mehrfach eingereicht werden. Zu/ Absage dann innerhalb von 8 Wochen.

    Hochschuleinrichtungen & Außeruniversitäre Forschung. Anträge müssen vom Bedarf her gedacht und formuliert sein, nicht von der Technologie her.

    Was wird gesucht/angeboten? KMUs

    Kontakt: Catherine.Naujoks@vdivde-it.de, Tel: 030 310078433
     

    (B2) Beate Albert, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, Smart City Unit
    Vortrag: Berlin Partner möchte das Thema Gesundheit auf die Smart-City Agenda bringen, Idee könnte die Gründung einer Arbeitsgruppe, die sich innerhalb des Netzwerks mit Gesundheit beschäftigt oder die Umsetzung von gesundheitsrelevanten Projekten innerhalb des bestehenden Netzwerkes.

    Problemdarstellung/ Herleitung: Frage: wie können wir uns als lebenswerte Stadt reorganisieren? Seit 2015 hat Berlin eine Smart-City Strategie mit folgenden Handlungsfeldern: Mobility, Infrastructure, Government, Admin, Sicherheit, Wohnen, Wirtschaft, Gesundheit. Berlin Partner koordiniert und vernetzt und stößt Projekte an.

    Idee: Smart-City Themenfeld Gesundheit. Was muss für die Stadt Berlin für die Zukunft entwickelt werden?

    Business Konzept: ohne eigenes Budget.

    Status: Zuständigkeit liegt in der Senatsverwaltung, derzeit existiert kein Board, aber ein Arbeitskreis und ein Smart-City-Netzwerk, das Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen bringt mit der Verwaltung und Projekte anstößt. Potentielles Themenfeld Gesundheit im Cluster SmartCity Berlin.

    Was wird gesucht/angeboten? Menschen, die bereit sind, an diesem Handlungsfeld mitzuarbeiten.

    Ideen: Es braucht einen Lotsen, der verschiedene Player vernetzt, denn es gibt sehr viele Player im Bereich Gesundheit in Berlin. Interessante Themen sind Pflege & Gesundheitserhaltung. Vorschlag: Zusammenarbeit mit Verbänden. Idee: große Player integrieren, die im öffentlichen Raum Innovationen Umsetzen können, z.B. Smart Bahnhöfe mit Partner Deutsche Bahn. Ideen aus Hackathons versanden oft, da Ansprechpartner fehlen, mit denen Themen umgesetzt werden können. 


    (B3) Antonia Jung und Doerthe Zesse, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie
    Vortrag: 3 Projektfinanzierungsprogramme

    1. Permides (ab Slide 3): Personalized Medicine Innovation through Medical Enterprise Solutions - Biopharma KMUs, die IT-Lösungen im Zusammenhang mit personalisierter Medizin brauchen und sich einen IT-Partner suchen, können sich bewerben – Förderung durch Gutscheintypen (Travel Voucher, Consultancy Voucher, Innovation Voucher.  Bewerbung über Permides Plattform bis August/ November
    2. Nightingale (ab Slide 14): Pre-Commercial Procurement-Projekt zur Entwicklung eines drahtlosen Sensors für Hochrisikopatienten, gemeinsames Projekt 5 europäischer Universitäten. (EU schreibt eine innovative Lösung aus, die es noch nicht gibt). Bewerben können sich Medizintechnikunternehmen und Konsortien. Erste Ausschreibung wird im November veröffentlicht auf ted Plattform.
    3. Innolabs: EU-Projekt, Koordination in Oslo, Förderung von KMUs, branchenübergreifende Kooperation IKT & Gesundheitswirtschaft, Open Calls (Ausschreibung bis 30.September 2017 & 2018), Ideenwettbewerbe und Hackathons. Bewerbung als Team möglich, bis zu 50k Förderungssumme. Kleiner Umfang der Bewerbung, Bewerbung über innolabs.io, nächster Hackathon in Berlin April 2018

    Was wird gesucht/angeboten? KMUs, die sich fördern lassen wollen. 


    (B4) Jan F. Kraemer, Humboldt-Universität
    Vortrag: Datenbasierte Innovation / Data Science & EKGs, Datengetriebene Wissenschaft

    Diskussion über Daten, die anfallen & Fragen, was man aus den Daten machen kann. Frage: wer analysiert Daten? Analyseprozesse/ Algorithmen verkaufen auf geeny.io./ www.gesundheitscloud.de: eine Online-Gesundheitsakte, die der Patient/ Nutzer selber besitzt & analysieren und der Forschung spenden kann/ Cerner: Plattform für Population Health Management. Wer generiert Daten: Siemens Healthcare hat einen gigantischen Pool an Medizingeräten, die Daten generieren. Siemens arbeitet in Erlangen an einer Initiative, alle Daten auf einer Plattform zusammen zu führen und APIs zusammen zu führen. Frage: wohin mit den auf einem Medizingerät generierten Daten? EKG als Persönlichkeitsmerkmal. Differential Privacy: Daten werden so anonymisiert, dass Individuen nicht identifiziert werden können.  HU kommt an die Daten durch Forschungskooperationen mit der Schlafmedizin an der Charité, z.B. zur Frage, wie kann verhindert werden, dass Patienten in ein Schlaflabor müssen.

    Was wird gesucht/angeboten? Geld/ Förderung, Daten & Probleme: Was bereitet in der Praxis Probleme (Hersteller- & Anwenderseite), um zu verstehen, welche Probleme in der Praxis gelöst werden können, Verbindungen schaffen 

     

    (B5) Prof. Dr. J.-Uwe Meyer, Uni TransferKlinik Lübeck
    Vortrag: „An Open Innovation Health 4.0 Sandbox“

    UniTransfer Klinik ist Bindeglied zwischen universitärer Forschung und Uniklinik, Testzentrum, um Medizingeräte miteinander zu verknüpfen.

    Projekt/ Produkt: Arbeitstitel „An Open Innovation Health 4.0 Sandbox“

    (Microsoft-Technologie, Plattform befindet sich in der Entwicklung), um Start-ups Zugang zur Infrastruktur der UniTransfer Klinik zu bieten, Use Cases umzusetzen und Medizingeräte und deren digitale Zwillinge zu testen.

    Die Plattform ist offen und standardorientiert, Fokus auf Cybersecurity, Unterstützung bei Zulassungsfragen (Architektur, Dokumentation, QM)

    BMBF Innovationsforum „Krankenhaus 4.0“ – 13./14. Oktober 2017 in Lübeck

    Introevent 5. Oktober 2017, Präsentation der Sandbox – Health 4.0 TECathon

    Was wird gesucht/angeboten? Nutzer, Start-ups & Gründer, die die Plattform nutzen wollen. 

     

    (B6) Hr. Halkaliev (NursIT Institute), Herr Kleine (Pfizer), Hr. Rosenkranz (Siemens)
    Vortrag: Offene Diskussion

    NursIT – Interoperabilität durch Fhire – weltweiter Standard, Datenaustauschplattform, basierend auf RESTO-Schnittstellen über http-Protokoll wird Interoperabilität definiert. 80/20-Lösung (80% der Use Cases werden abgebildet, 20% Ausnahmen über Standards). Gesetzeskonform (Dateninteroperabilität im Gesetz SGB5 in DE). Zukunftsvision: Fhire soll DIE Plattform der Zukunft werden, KIS werden zu einer Art Plattform mutieren, die wie ein App Store externe Services einbinden.

    Siemens: Healthcare Continuum, Vernetzung der Medizingeräte, Siemenseigene plus externe Geräte, offene Plattform, die auch Geräte kleinerer Hersteller integrieren kann, aufbauend auf anerkannten Standards. Nächster Schritt ist Diagnostik in der Klinik, Arztpraxis und beim Patienten zu erheben durch vernetzte Geräte und mehr Dienstleistungen und Services zu schaffen. Zukunftsvision: Population Health Management, Chronic Desease Management sind die Zukunftsthemen, Technologie ist da, wird aber noch nicht eingesetzt, weil Innovationen gesetzlich beschlossen werden müssen.

    Pfizer: Healthcare ist extrem innovativ, digitale Innovation ist fachbereichsübergreifend und lebt von Vernetzung, Pfizer ist ein internationales Unternehmen mit Sitz in den USA, national in DE wurde der Pfizer Hub gegründet, um Partnerschaften mit vielversprechenden Start-ups einzugehen. Zukunftsvision: Pfizer experimentiert in den USA, z.B. mit Alexa Medication Reminders & testet, vernetzt sich, etc.

    Was wird gesucht/angeboten?

    NursIT: Kunden & Geld & Interessierte an Fhire

    Siemens: Partner, Medizingerätehersteller im Homecare-Bereich, die Daten sicher und Zuverlässig in die Plattform bringen wollen.

    Pfizer: Challenge, öffentliche Ausschreibung auf pfizer.de sind konkrete Use-Cases zu finden, für die Partner gesucht werden. 

     

    Raum C
    Moderation: Dr. Jesus del Valle, Bayer Grants4Apps Accelerator

    (C1) René Bohne, Christof Jütte, Telefonica NEXT GmbH, geeny.io
    Vortrag: Was ist Geeny und was kann die Plattform?

    Geeny ist eine Plattform für die IoT Vernetzung. Verschiedene „Dinge“ (wearables etc), UIs und APIs werden mit einer AI vernetzt die der Nutzer über geeny.me kontrollieren kann. Anwendungsbespiele sind vernetzte Fitness Tracker oder mobile Blutzuckergeräte. Der Service wird von den interface developern bezahlt, nicht vom end user. https://geeny.io/

    Was wird gesucht/angeboten? Entwickler und Startups, die Ihre Anwendungen über die Plattform aufbauen.
     

    (C2) Startup Showcase:  BREAZY, &gesund, Call a Midwife, NurseIT

    Breazy bietet Therapieüberwachung und -management für Asthmatiker und COPD Patienten an. Das Programm soll Patienten helfen ihre eigene Krankheit zu verstehen und ihre Medikamenteneinnahme zu überwachen mit Hilfe eines vernetzten Spirometers. http://breazy-health.com/

    &gesund ist eine Fraunhofer Ausgründung und baut mit Hilfe von AI und Sensorfusion eine Smartwatch App, die sowohl die Atmung tracken, eine Notfallüberwachung anbietet als auch die klassischen Funktionen einer Smartwatch erfüllen kann. https://und-gesund.de/

    Call a midwife ist eine Plattform, die online Unterstützung in Form von Videocalls, Skype und Text-Chat von Hebammen für werdende/ junge Mütter anbietet. Gerade auf dem Land gibt es eine schlechte Versorgung durch Hebammen. https://call-a-midwife.com/

    NurseIT entwickelt Software für Prozessoptimierung und -management im Pflegebereich und Beratung im Bereich „Lean Nursing“. In über 70% der deutschen Gesundheitseinrichtungen dokumentieren die Pflegekräfte noch mit Stift und Papier. NurseIT hat eine Software für die Pflegedokumentation entwickelt. http://nursit-institute.de/


    (C3) Fedor Löhrig
    Vortrag: Vorstellung Projektidee zu Cloud Rendering von VR

    Fedor Löhrig entwickelt eine Technologie um die Latenzzeit von VR von 50 auf 32 Millisekunden zu verringern. Langfristig soll auf diese Weise predictive tracking ermöglicht werden. Allerdings ist das mit den aktuell verfügbaren Sensoren noch nicht möglich (Stichwort: Sensorfusion). Er sieht insbesondere 2 Anwendungsfälle: Sturzwarnung und Training feedback, z.B. bei Physiotherapie.

    Was wird gesucht/angeboten? Kooperationen, Mitstreiter


    (C4) Annett Metzenthin, Fachstelle für pflegende Angehörige

    - ca. 200.000 Pflegende Angehörige allein in Berlin

    - Fachstelle als strategischer Vermittler zwischen den verschiedenen Stakeholdern und der Politik -> sitzen an einem Tisch um einen Maßnahmenplan zu entwickeln

    - viele verschiedene Angebote, Unterstützungsmaßnahmen und Beratungsmöglichkeiten vorhanden, aber diese zu finden und wissen, wo man welche Informationen erhält, ist die große Schwierigkeit -> Fachstelle wünscht sich diese ganzen Informationen an einer zentralen Stelle bündeln zu können.

    Was wird gesucht/angeboten? Alle 2 Jahre organisiert die Fachstelle die „Woche der Pflegenden Angehörigen“ mit einem umfangreichen Angebot an Veranstaltungen, Pflegekursen etc. -> Wunsch nach einer App, die das gesamte Angebot aufzeigt


    (C5) Peggy Sylopp

    - Fragestellung: Warum tragen viele Altersschwerhörige ihre Hörgeräte nicht?

    - Status quo: Geräte haben diverse Designfehler, die seit Jahren nicht angegangen werden. Dazu gehören Form und Position des Geräts, mangelnde Individualisierung der Einstellungen etc.

    - Wie also sollte eine „coole, sexy“ Hörhilfe aussehen durch die auch gleichzeitig ein Tabu gebrochen werden kann?

    -> ein smartes Hörgerät, was der Nutzer selbst individualisiert für verschiedene Situationen einstellen kann, was features, die schon bei Kopfhörern integriert sind, wie z.B. Noize cancelling, möglich werden, Höhen und Echos eingestellt bzw. herausgefiltert werden können.

    - Mit den Fraunhofer Instituten ist sie bereits dran, ggf. einen Prototypen zu entwickeln

    Was wird gesucht/angeboten? Weitere Personen, die an ihrem Projekt mitarbeiten möchten


    (C6) Nadja Witte, Hasso-Plattner-Institut Potsdam
    Vortrag: Vorstellung der "Gesundheitscloud" des HPI

    - Status quo: es bestehen immer noch zu viele Datensilos, zu starre Standards und die Möglichkeit, die vielen Daten effektiv auszuwerten, wird nicht genutzt

    - Die Gesundheitscloud soll das erleichtern

    -> Der Patient kann seine Gesundheitsdaten einfach in die sehr sichere (Ende-zu-Ende verschlüsselte) Cloud hochladen und individuell bestimmen, welche Daten er für wen frei gibt. Darüber hinaus kann er seine Daten zur Analyse über diverse Datenbanken schicken oder sie für medizinische Studien/Forschung „spenden“.

    -> Cloud ist Patienten-fokussiert

    Was wird gesucht/angeboten? Weitere Anwender, die ihre Daten sicher in die Cloud laden möchten

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